Rio de Janeiro 14 Tipps – Was Du nicht in Rio verpassen solltest

Es gibt viele schöne – am Meer gelegene – Städte in der ganzen Welt, aber die schönste Stadt ist für mich nach wie vor Rio de Janeiro durch ihre unvergleichliche Lage. Auch wenn in der langen Zeit zwischen meinem ersten und zweiten Besuch einige Schattenseiten dazugekommen sind, bietet Rio in vielerlei Hinsicht so viel Sehenswertes, dass sich der Besuch Rios immer wieder lohnt. Die beiden Haupt-Highlights, der Zuckerhut und die Christusstatue auf dem Corcovado, werden von jedem Touristen besucht – und das zu Recht -, aber es gibt noch anderes zu entdecken.

  • Tipp 1: Landeanflug in Rio
  • Tipp 2: Palacio Ilha Fiscal
  • Tipp 3: Abends auf den Zuckerhut fahren
  • Tipp 4: Auf dem Morro da Urca aussteigen
  • Tipp 5: Auffahrt zum Cristo Redentor
  • Tipp 6: Fotografieren des Cristo Redentor
  • Tipp 7: Gottesdienst auf dem Corcovado
  • Tipp 8: Fahrt mit öffentlichen Bussen
  • Tipp 9: Fussballspielern am Strand zusehen
  • Tipp 10: Pedra da Arpoador
  • Tipp 11: Am Strand von Copacabana mit den Händlern feilschen
  • Tipp 12: In der Hochsaison auf weniger besuchte Strände ausweichen
  • Tipp 13: Das Teatro Municipal, ein architektonisches Schmuckstück, ansehen
  • Tipp 14: Sich auch abseits des Zentrums umsehen

Tipp 1: Landeanflug in Rio

Beim Landanflug auf den inländischen Flughafen Santos Dumont empfiehlt es sich, auf der rechten Seite am Fenster zu sitzen, da man dann die ganz Stadt und die Highlights von oben und von der Seite sieht und einen ersten Eindruck gewinnen kann.

Anflug auf Rio mit Blick auf Stadt und Zuckerhut 

Tipp 2: Palacio Ilha Fiscal

Wie ein verwunschenes Schloss wirkt der neugotische, grün schimmernde Palast Palacio Ilha Fiscal, der auf einer kleinen Insel in der Bucht von Guanabara liegt. Der ungewöhnliche Palast ist vor allem durch den letzten Kaiserball von Kaiser Peter II bekannt, bevor dieser 1889 abgesetzt und Brasilien zur Republik erklärt wurde. Ursprünglich diente der Palacio Ilha Fiscal dem Zoll, heute ist er Militärmuseum. Der Palacio Ilha Fiscal gehört zum historischen Rio und ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden.

Palacio Ilha Fiscal (Blick aus dem Flugzeug)

Tipp 3: Abends auf den Zuckerhut fahren

Das absolute Highlight ist für uns der Aufenthalt auf dem Zuckerhut bei Dunkelheit, wenn die Millionen Lichter der Stadt und der vielen beleuchteten Strände zauberhafte Reflexe werfen. Man kann nur die dunklen Umrisse der Morros, der Berge, erkennen. Auf einem von ihnen ist die hell beleuchtete Silhouette des Cristo Redentor zu sehen. Es sind abends normalerweise nicht viele Leute auf dem Pao de Azucar. Die Stimmung ist dann fast feierlich, weil sich die Besucher ruhig verhalten und nur mit gedämpfter Stimme reden.

Ein weiterer Vorteil des abendlichen Besuchs ist außerdem, dass man nicht an der Seilbahn anstehen muss; das lange Warten an den Gondeln, das während des Tages üblich ist, entfällt. Wenn man am selben Tag bereits einmal auf dem Zuckerhut war, kann man mit demselben Ticket kostenlos ein zweites Mal auf den Gipfel fahren, da das Ticket den ganzen Tag gültig ist.

Blick abends vom Zuckerhut auf Copacabana, Rio und Cristo Redentor (oben rechts, hell beleuchtet)

Tipp 4: Auf dem Morro da Urca aussteigen

Auch der Blick vom Morro da Urca, der Zwischenstation der Seilbahn, die auf den Zuckerhut fährt, lohnt sowohl tagsüber als auch abends, auch wenn er nicht ganz so spektakulär und umfassend ist wie der von ganz oben. Man kann die Strände von Botafogo, Flamengo und Urca und die fast im Minutentakt abfliegenden und ankommenden Flugzeuge des nahen inländischen Flughafens Santos Dumont sehen. Da die Landbahn sehr kurz ist, müssen die Flugzeugen im Steilflug starten und landen; eine Herausforderung für die Piloten. Flughafen Santos Dumont, rechts schräg diagonal die kurze, beleuchtete Start- und Landebahn

Tipp 5: Auffahrt zum Cristo Redentor

Ein Highlight ist auch der Besuch des Cristo Redentor, der Erlöserstatue auf dem Corcovado. Man kann zu Fuß in etwa 2 Stunden hoch wandern, aber da es in den letzten Jahren zu einigen Überfällen gekommen ist, sollte man den Weg möglichst nicht ohne Führer gehen. Wenn man mit der Zahnradbahn hochfährt, ist es ratsam, auf der rechten Seite zu sitzen, dann hat man die besten Ausblicke auf Rio, die Inselwelt und den einmaligen innerstädtischen Regenwald mit seiner reichen Flora und Fauna, in dem sich auch der Corcovado befindet.

 Aussichten auf Rio

Innerstädtischer Nationalpark da Tijuca, in dem der Corcovado liegt

Tipp 6: Fotografieren des Cristo Redentor

Es ist interessant, den Leuten zuzusehen, wie und wo sie versuchen, die ihrer Meinung nach besten Fotos von der Christusstatue zu machen. Einige legen sich dazu auf den Boden und sind überzeugt, dass dies die beste Stellung bzw. Lage für das „das perfekte Foto“ von Cristo Redentor ist, andere balancieren auf dem Geländer der Plattform vor der Statue. Das ist nicht empfehlenswert und äußerst gefährlich, in der Vergangenheit hat es nicht nur einen Todessturz von Touristen gegeben.

 Beste Position für ein Foto der Christusstatue

Cristo Redentor mit ausgebreiteten Armen (28 m Spannweite)

Tipp 7: Gottesdienst auf dem Corcovado

Wirklich lohnenswert ist die Teilnahme an einem der zahlreichen Gottesdienste in der Kapelle des acht Meter hohen Sockels der Christusstatue. Besonders interessant ist es, wenn ein besonderes Ereignis stattfindet, z.B. eine Trauung oder – wie wir es erleben durften – ein Palmsonntagsgottesdienst vor dem Sockel des Cristo Redentor. Jeder Besucher ist willkommen und kann mitmachen und mitsingen.

 Beeindruckender Palmsonntagsgottesdienst am Sockel der Christusstatue

Tipp 8: Fahrt mit öffentlichen Bussen

Es ist wirklich empfehlenswert, einmal mit einem öffentlichen Bus zu fahren und die rasante Fahrt “ zu genießen“. Man erlebt die Cariocas in ihrem Alltag und in ihrem Element und kommt mit ihnen auch ohne Worte in Kontakt. Es ist ratsam, sich einen Sitzplatz zu suchen oder sich zumindest gut festzuhalten, denn sonst hat ist die Gefahr groß, dass man durch die hohe Geschwindigkeit und die vielen Kurven das Gleichgewicht verliert. Wenn man einsteigt, ist es ratsam, möglichst Kleingeld bereithalten. Aber auch wenn man keins hat, ist das kein großes Problem: es findet sich immer irgend eine Lösung. Die Cariocas sind sehr hilfsbereit und unterstützen einen auch  beim Fahrscheinkauf.

Tipp 9: Fussballspielern am Strand zusehen

Eine Vorstellung vom brasiliansichen Temperament bekommt man bei einem Fußballspiel auf einem der bekanntesten Strände, z.B. Ipanema. Wenn man als Zuschauer bei einem besonders gelungenen Passus klatscht, bedanken sich die Spieler meist mit einem breiten Grinsen.

Fussballspieler am Strand von Ipanema

Tipp 10: Pedra da Arpoador

Von den Stränden Copacabana oder Arpoador empfielt sich, auf den Felsen des Arpoador (Pedra da Arpoador) zu steigen und die zahlreichen Kakteen mit ihren schönen Blüten und die Inschriften zu lesen. Außerdem hat man einen hervorragenden Blick auf die Strände von Arpoador und Ipanema. Viele Besucher steigen abends auf den Pedra da Arpoador, um den Sonnenuntergang zu erleben.

Kakteenblüte und Inschriften auf den Blättern

 Blick vom Pedra do Arpoador auf den Strand von Ipanema

Tipp 11: Am Strand von Copacabana mit den Händlern feilschen

Tagsüber kommen am Strand von Copacabana immer wieder sogenannte „fliegende Händler“ mit verschiedenen Artikeln vorbei. Manchmal lohnt es sich, bei dem Preis z.B. für eine Hängematte oder etwas anderes, was man gerne kaufen möchte, zu feilschen. Oft werden dann beachtliche Rabatte gewährt.

Händler am Strand von Copacabana

Tipp 12: In der Hochsaison auf weniger besuchte Strände ausweichen

In den brasilianischen Sommermonaten sind die bekanntesten Strände wie Copacabana und Ipanema sehr voll. Da es viele, wenn auch kleinere, Strände gibt, kann man auf die weniger besuchte Strände ausweichen, z.B. auf den Praia do Vermelha direkt an der Talstation des Zuckerhutes oder auf den Praia de Fora im Osten der Halbinsel Urca.

 Praia do Vermelha am Fuß des Pao de Acucar

Praia de Fora mit Blick auf Niteroi

Tipp 13: Das Teatro Municipal, ein architektonisches Schmuckstück, ansehen

Es ist wirklich empfehlenswert, sich eines der schönsten Theater Brasiliens, das Teatro Municipal, im Historischen Zentrum Rios zumindest von außen anzusehen. Es hat 2000 Sitzplätze und ist mit seinen Marmorsäulen der Pariser Oper nachempfunden. Es wurde 1909 eröffnet.

Teatro Municipal von Rio

Tipp 14: Sich auch abseits des Zentrums umsehen

Von der Avenida Branco, der Hauptgeschäftsstraße von Rio, sollte man auch in die Querstraßen gehen – tagsüber kann man das problemlos – und die andere, traurige, Seite von Rio kennenlernen.

Sehenswert sind ebenfalls die großflächigen Bilder, die Murals, der Street Art in Rio.

Mitten im Luxus: die andere, traurige, Seite von Rio

Street Art in einer Nebenstraße

Vor meinem zweiten Besuch Rios mit meinem Mann wurden wir manchmal davor gewarnt, individuell Rio de Janeiro zu besuchen. Wir haben uns deshalb vor der Reise durch die vielen negativen Berichte ein wenig beeinflussen lassen, aber organisierte Reisen liegen uns nicht so sehr. Unser Fazit nach der Rückkehr:  wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachtet, die heutzutage in jeder Großstadt der Welt empfehlenswert sind, ist Rio nicht gefährlicher als andere Städte. Die Eindrücke, die man durch den Besuch Rios bekommt, sind dagegen unvergleichlich, und deswegen würden wir jederzeit wieder nach Rio fahren.

4 Kommentare zu „Rio de Janeiro 14 Tipps – Was Du nicht in Rio verpassen solltest

  1. Vielen Dank für Deinen Besuch auf dem Blog. Das erste Mal war ich vor über 50 Jahren in Rio de Janeiro und fand die Stadt wie Du exotisch und vibrierend. Ich konnte mich als junges Mädchen frei bewegen, ohne gefährdet zu sein. Das zweite Mal war ich mit meinem Mann vor wenigen Jahren dort, und es war bedrückend, wie sehr sich das Leben verändert hat und wie sehr man aufpassen musste.
    LG Marie

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