Toskana Reiseblogger WG

Die Toskana – zauberhafte Landschaften und unzählige Zeugen uralter Kulturen: jeder, den ich kenne und der einmal dort war, bekam feuchte Augen, wenn ich erzählte, dass wir in die Toskana fahren wollten. Geplant hatten mein Mann und ich das zwar schon lange, aber es kamen immer wieder andere Reiseziele oder sonst etwas anderes dazwischen.

Daran, dass wir uns innerhalb von weniger als zwei Wochen zu der Teilnahme an der Toskana Reiseblogger WG entschlossen, die Flüge nach Pisa und die Quartiere vor und nach der WG buchten, „verdanken“ wir unserer Tochter Vanessa. Sie betreibt schon lange einen Reiseblog und hatte dadurch bereits fast alle Teilnehmer der Reiseblogger WG persönlich kennengelernt. Sie war der Meinung, dass sie alle sehr nett seien und dass es uns sowieso gut täte, einmal wieder raus zu kommen, zumal in ein solches Sehnsuchtsland wie die Toskana.

Sehnsuchtsziel Toskana

Max erwartete uns bereits bei der Ankunft am Pisamover in der Stazione di Pisa Centrale und fuhr mit uns zum Quartier, und das war gut, denn wir hätten Schwierigkeiten gehabt, es zu finden, zumal mein Italienisch eingerostet war. Anschließend besuchten wir gemeinsam die Hauptattraktionen von Pisa. Bei herrlichem Sonnenschein sahen wir endlich den Schiefen Turm von Pisa, einen der bekanntesten Glockentürme der Welt. Aber auch die beiden anderen Bauwerke, das Baptisterium und der Dom, die sich als gelungenes architektonisches Ensemble zusammen mit dem Torre Pendente auf dem großen Platz der Wunder präsentieren, sind einfach grandios.

Die „wandernde Kamera“ von Max, mit der er in etwa 20 Minuten einen kleinen Zeitlupen-Film über den Dom und den Schiefen Turm von Pisa drehte, erregte Aufsehen. Immer wieder blieben Leute stehen und überlegten, was das wohl für ein Apparat sein könnte.

Am folgenden Tag fuhren Max und wir gemeinsam mit dem Zug nach Florenz, übernahmen die beiden Mietwagen und fuhren anschließend in die beiden Häuser der Reiseblogger WG in der Nähe der schönen, alten Stadt Arezzo.

Die Häuser lagen weitab von der Straße und so versteckt, dass wir ohne die Hilfe von Max Schwierigkeiten gehabt hätten, sie zu finden. Es waren zwei Häuser mit sehr viel Platz, jeder konnte ein Zimmer für sich allein mit Bad haben, wenn er es wollte. Die Häuser waren funktionell eingerichtet, Luxus gab es nicht, aber den brauchte auch niemand. Besonders schön für uns war das große Schwimmbad direkt am Haus, dass wir rege nutzen.

 

 Zufahrt zu den beiden Häusern der Reiseblogger WG bei Arezzo

Rückseite der Häuser

Vorderseiten der Häuser mit Pool

Wir waren vor der Reise ein wenig skeptisch, wie wir als notorische Individualtouristen, die immer gewohnt waren, eigene Pläne zu machen und durchzuführen, mit einer Gruppe ebenfalls Individualreisender zurecht kämen und auch wie sie mit uns Grufties harmonierten. Aber da wir normalerweise friedlich und aufgeschlossen sind, außerdem innerhalb der WG eine kleine Wohnung und ein kleines Auto für uns hatten, dachten wir, dass es gehen müsste. Und es ging hervorragend.

Die Woche Reiseblogger WG war eine Mischung aus Erholung und Einweisung in die Geheimnisse der Suchmaschinen-Optimierung. Max beantwortete geduldig alle Fragen, die man hatte, und er erklärte gut. Die Seminare fanden teils auf der überdachten Terrasse in der Nähe der Häuser (das Dach der Terrasse sieht man auf dem Foto mit dem „Hausberg“), auch im Wohnzimmer des großen Hauses und teiweise auch am Pool statt. Ringsherum war Natur pur.

Der „Hausberg“ des Grundstücks

Pampasgras als Schmuck des Hauses

Ich habe immer viel mit Menschen und Gruppierungen zu tun gehabt, auch als Reiseleiterin, aber ich habe selten erlebt, dass in einer Gruppe völlig unterschiedlicher Charaktere so viel Toleranz und Interesse an den anderen Personen gezeigt wurde. Niemand wollte sich hervor tun, sich wichtig machen, mehr scheinen als sein. Es war völlig egal, wie jung oder alt jemand war oder was er machte. Jeder in der Gruppe war gleich wichtig, jeder hatte etwas Interessantes zu berichten. Und vor allem: alle hörten zu bis zum Ende, niemand unterbrach. Jeder konnte bis zum Schluss reden ! Daran können sich einige Politiker ein Beispiel nehmen. Und alle beteiligten sich ohne viele Worte an dem, was zu tun war.

Vorbereitung des Abendessens in legerer Atmosphäre

 Rosmarinstrauch im Vordergrund, der manchmal unsere Speisen würzte

Das Frühstück nahmen wir immer gemeinsam ein, egal ob Frühaufsteher oder Langschläfer, man saß lange zusammen. Jeder konnte essen und trinken, was er wollte. Einige brauchten erst einmal eine große Tasse tiefschwarzen Kaffees, um den Tag gut beginnen zu können, andere wollten Müsli, Brot mit Aufschnitt usw. Alles wurde nach Wunsch vorher besorgt. Auch das Abendessen nahmen wir gemeinsam ein. Keiner musste dabei sein, aber alle wollten es. Man saß gemütlich zusammen, es gab einige ernste Gespräche mit Hintergrund, zu zweit oder zu mehreren, aber es wurde auch viel gelacht. Einmal aßen wir in einem urigen, alten Restaurant im nahen Pontecino zu  Abend. Als das schön dekorierte Essen kam, mussten mein Mann und ich schmunzeln: alle anderen zückten das Smartphone und machten Fotos von den Gerichten. Bisher dachten wir, dass nur unsere Tochter das Essen auf Reisen mit der Kamera verewigte, aber an dem Abend sahen wir, dass das eine Reiseblogger-Gewohnheit zu sein scheint.

Jeden zweiten Tag besuchte man eine der schönen Städte der Toskana: Arezzo, Florenz und Siena, so dass auch die mittelalterliche Kultur nicht zu kurz kam. So wurde die Woche eine gelungene Mischung aus Natur, Kultur, SEO und Erholung.

 

Ausblick auf Arezzo vom Stadtpark Passeggio del Prato

Ganz herzlichen Dank an alle Mitbewohner der Reiseblogger WG in der Toskana, dass Ihr uns ein wenig an Eurem Leben habt teilnehmen lassen. Ihr habt dazu beigetragen, dass es für uns ein besonderer Aufenthalt wurde. Mit Euch gerne jederzeit wieder.

Weiere Informationen zu den Mitgliedern der Reiseblogger WG Toskana findet Ihr auf:

Niederlandeblog, Reiselustmag, Reisepsycho und auf der Homepage der ReisebloggerWG

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