Der Hund, der beste Freund des Menschen in aller Welt

Der Hund tut dem Menschen gut. Um das zu wissen, bedarf es nicht erst der zahlreichen Untersuchungen, die zu diesem Thema gemacht wurden. Schon seit 15.000 Jahren ist er Begleiter des Menschen, er ist das vielseitigste Haustier, das man sich vorstellen kann: Wachhund, Beschützer, Therapie-Hund (z.B. Blindenhund), ein Lebewesen, das immer auf einen wartet, bei dem man alles, was einen bewegt, loswerden kann und das einen versteht. Der Hund ist der beste Freund des Menschen, er ist ein Tier zum Liebhaben, nicht nur für Kinder. Außerdem fördert der Hund die sozialen Kontakte des Besitzers. Der Hund ist dem Besitzer, oder auch einer anderen Bezugsperson aus der Familie, bis ans Lebensende treu und teils darüber hinaus. So liest man gelegentlich, dass ein Hund bei seinem tödlich verunglückten Besitzer am Unglücksort so lange ausharrt, bis man ihn gewaltsam davon entfernt.

Hunde als Entspannung

Wenn man einen Hund sieht, der wie hingegossen auf dem Boden liegt und völlig entspannt ist, hat das eine beruhigende, Stress abbauende Wirkung auf den Betrachtenden, auch wenn es nicht der eigene Hund ist. Am liebsten möchte man es dem Tier gleichtun, völlig abschalten und „Fünfe gerade sein lassen“.

So lässt es sich aushalten – kleiner Hund in der Türkei

Stress? Was ist das?  Hund in Vietnam – Bildnachweis: Vanessa Schade

Entspannung pur in Jakarta, Indonesien

Tigersprungschlucht, Yunnan, China – Bildnachweis: Vanessa Schade

Hunde als treue Begleiter

Anrührend ist es immer wieder zu sehen, wie ein Hundebesitzer alles Mögliche unternimmt, um seinem Hund etwas Gutes zu tun und ihm ein schönes Alter zu bereiten. Oft ist der Besitzer ebenfalls alt, und der Hund ist das Wichtigste, vielleicht sogar das Einzige, was er hat. In Buenos Aires sah ich in auf dem Platz vor dem Capitol eine betagte Frau, die ihren Hund in einen Plastikorb mit Rädern gesetzt hatte. Der Hund konnte selbst nicht mehr laufen, und so sorgte sie dafür, dass das Tier trotzdem an die frische Luft kam. Liebevoll hatte sie Kissen in den Korb gelegt, damit der Hund schön weich gepolstert saß. Ich kam mit der Frau ins Gespräch, und sie erzählte mir, dass ihr das Ziehen des Korbes schwer fiel, weil die Räder zu klein waren und der Boden dafür nicht geeignet war. Sie hatte den Hund schon seit 17 Jahren und hoffte, dass sie ihn bis zuletzt pflegen könnte. Seit die Kinder weggezogen waren und ihr Mann nicht mehr lebte, war sie besonders froh, ein Lebewesen an ihrer Seite zu haben, das ihr zuhörte, sie verstand, das immer auf sie wartete und das sie streicheln konnte.

Siebzehn Jahre alter Hund in Buenos Aires, Argentinien

In Siena, Italien, sah ich in einer wenig belebten Seitengasse einen Mann mit einem Hund, der mühsam auf mich zutrottete und und mich erwartungsvoll ansah. Als ich den Besitzer fragte, ob ich den Hund streicheln dürfe, strahlte er und sagte, dass sein Hund sich darüber freuen würde. Das Tier war schon 20 Jahre alt, sehr viel für einen Hund. Auf dem Rückweg vom Besuch des Doms kam mir derselbe Hund entgegen, dieses Mal hatte ihn eine alte Frau an der Leine. Der Hund erkannte mich offensichtlich wieder, denn er kam wieder auf mich zu und wollte gestreichelt werden. Die Frau sagte mir, dass sie und ihr Mann sich beim Gassi-Gehen mit dem Hund abwechseln würden, weil beide selbst nicht mehr gut zu Fuß waren. Ihrem Hund wollten sie das tägliche Ausgehen so lange es ging ermöglichen.

Zwanzig Jahre alter Hund in Siena, Italien

Unwiderstehliche Hunde-Blicke

Solchen Hundeaugen kann man kaum widerstehen. Der scheinbar flehentliche Blick des Hundes lässt fast jeden dahinschmelzen, auch wenn man nicht erfährt, was genau der Hund möchte.

Trondheim, Norwegen

In einer Garküche in Vientiane, Laos, plazierte sich der Hund direkt neben mich und sah mich bettelnd an. Wahrscheinlich roch mein Essen zu verführerisch, und ich hätte ihm am liebsten etwas davon abgegeben. Der Besitzer des Hundes, und gleichzeitig der Garküche, klärte mich jedoch auf, dass sein Hund gerade sein Futter bekommen hatte; hungrig konnte er wirklich nicht sein.

Vientiane, Laos

Hunde-Kinder

Der Anblick von Hunde-Babies oder -Kindern lässt wahrscheinlich niemanden kalt, weil die kleinen Hunde so possierlich, teils auch hilflos aussehen. Das Hunde-Baby sah ich auf einem Versorgungsboot auf dem Tonle-Sap-See in Kambodscha. Es lag während der Fahrt mehr als vier Stunden lang fast regungslos neben Reissäcken, Koffern und anderem. Gelegentlich sah man ein Bächlein den Sitz hinunterfließen, das kleine Lebewesen hatte ja keinen Auslauf. Aber nach den vielen Stunden Wartens wurde es erlöst:  es wurde einem freudestrahlenden kleinen Jungen auf einem Hausboot übergeben, bei dem es der Hund bestimmt gut hat.

 

Hunde-Baby auf einem Versorgungsboot, Tonle-Sap-See, Kambodscha

Geschwister-Hunde können so unterschiedlich sein wie Menschen-Kinder. Auf einem Rastplatz im Landesinneren der Türkei sah ich die beiden kleinen Hunde-Geschwister vor einem Lastwagen. Einer der beiden wirkte ängstlich, der andere war forscher und sah sich interessiert um.

Auf einem Rastplatz im Landesinnern der Türkei

Kurze Zeit später hatte der Aktivere der beiden Hunde einen Wasserbehälter entdeckt und blickte neugierig hinein; es könnte ja etwas Interessantes darin sein. Der schüchterne Hund hatte sich zuvor sofort hinter das Rasthaus zurückgezogen, als der Lastwagenfahrer den Motor anließ.

Neugieriger kleiner Hund in der Türkei

Seine asiatische Herkunft kann der kleine Hund aus Sapa in Vietnam nicht verleugnen, die bei Hunden eher ungewöhnliche Form der Augen lässt darauf schließen.

Sapa, Vietnam – Bildnachweis: Vanessa Schade

Hunde-Mutter und -Kind haben offensichtlich etwas gesehen, was sie noch nicht einordnen können. Da heißt es: erst einmal abwarten, dann kann man weitersehen.

Hunde-Mutter mit Jungem in Vietnam – Bildnachweis: Vanessa Schade

Die herrenlose Hundemutter mit ihrem kleinen Sohn lag friedlich auf dem Hügel des buddhistischen Heiligtums Swayambunath, Nepal. Niemand störte sich daran, dass sich die Tiere dort normalerweise nicht aufhalten sollen.

Hunde-Mutter mit -Kind vor dem Stupa in Swayambunath, Nepal

Auch die beiden schlafenden Hunde am Fuß des Stupa von Boudnath, Nepal, wurden nicht vertrieben. Buddhisten lassen in der Regel jedes Lebewesen in Frieden existieren.

Im Heiligtum von Boudnath, Nepal

Hunde auf Booten in Asien

Der Hund benötigt nicht viel Platz, um sich wohlzufühlen. Wichtig ist allein die Bezugsperson, der Mensch, der ihn liebt und ihn versteht.

Hund auf einem Hausboot auf dem Tonle-Sap-See, Kambodscha

Neugierig schnuppernder Hund auf einem Hausboot, Tonle-Sap-See

Während der Fahrt im Mekong-Delta in Vietnam sahen wir öfter einträchtiges Nebeneinander verschiedener Tiere auf einem Boot. Auf dem Foto sieht man zum Beispiel Hund und Hahn – es gab noch eine Katze auf dem Schiff – neben Holz, Früchten und Gemüse aller Art.

Hund und Hahn auf einem Frachtschiff im Mekong-Delta, Vietnam 

Hundeliebe

Es gibt einige Hundebesitzer, deren Hundeliebe merkwürdige Blüten treibt: die Hunde werden vermenschlicht, mit Schleifchen oder anderem Schmuck versehen und in Kleidung gesteckt, die ursprünglich nicht für einen Hund vorgesehen war. Einer von diesen Hundebesitzern war der junge Mann, der auf seinen aufgehübschten Hund sehr stolz war. Sein Hund schien dagegen nicht so glücklich zu sein.

Stolzer Hundebesitzer in Melbourne, Australien

Hündchen im Karo-Kleid mit weißem Kragen in Pnom Penh, Kambodscha

Zum vollständigen Outfit fehlte dem Hund in Osaka, Japan, nur noch das passende Höschen. Einen kompletten Hunde-Anzug, mit allem was dazu gehört, sogar mit Hütchen, habe ich aber auch gelegentlich gesehen.

Ruhepause auf einer Bank vor der Burg in Osaka, Japan

Hunde-Bekleidung in einem Geschäft in Kobe, Japan

Ein Hund im Panda-Kostüm, das sieht man nicht alle Tage. Auch an den Anblick eines Hundes in Geisha-Kleidung muss man sich erst gewöhnen. Das Wichtigste für den Hund ist jedoch, dass er es bei seinem Besitzer gut hat und dass er sich bei ihm wohl fühlt. Dann ist es ihm egal, ob und wie er gekleidet ist, ob der Besitzer arm oder reich ist, ob es für ihn viel Platz gibt oder wenig Raum zur Verfügung steht; er bleibt Frauchen oder Herrchen sein Leben lang treu ergeben.

2 Gedanken zu “Der Hund, der beste Freund des Menschen in aller Welt

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