Herbstimpressionen vom Rursee

Der Rursee ist nicht nur im Sommer interessant. Ein Besuch lohnt zu jeder Jahreszeit, auch wenn dann der Wassersport keine Rolle spielt.  Der See und die ihn umgebende Landschaft bieten ein ständig anderes, abwechselungsreiches Bild. Im Herbst sind es vor allem die bunten Farben der Blätter, die besonders bei Sonnenschein leuchten und für die Spaziergänger attraktiv sind.

Im Oktober, an einem für uns besonderen Tag, wollten wir gerne noch einmal segeln, wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Jahr. Es war ein schöner, sonniger Herbsttag, den wir während des Segelns genießen wollten. Daraus wurde jedoch nichts, denn der Wind blieb aus, und die Wasseroberfläche war völlig glatt. Dafür konnten wir uns an den Spiegelbildern im Wasser und an dem herrlichen Wetter erfreuen, und das war auch schön und entschädigte für entgangene Segelfreuden.

Spiegelbild der Bootsmasten im Wasser

Oktober-Farben am Rursee in Eschauel

Einen Monat später ergibt sich ein völlig anderes Bild: Die Bäume sind weitgehend entlaubt, und durch den niedrigeren Wasserstand ist das Ufer stellenweise kahl. Die Landschft und der See wirken jedoch auf eine andere Art attraktiv.

Mitte November, ein ungewohnter Anblick des Segelreviers

Leere Stege, nur noch einige Angelboote sind auf dem See

Der Weg von Eschauel in Richtung Schwammenauel führt stets am Rursee entlang. Auch im Sommer kann man während eines Spazierganges zwischendurch immer auf das Wasser  schauen. Im Herbst jedoch, wenn die die Belaubung nicht mehr so dicht ist, sind die Ausblicke einfach grandios, vor allem durch die bunte Färbung der Blätter.

Immer wieder neue, andere Ausblicke auf den See

Schöne Herbstfarben, von grün, über gelb bis braun

Obwohl die Bäume für die Jahreszeit noch erstaunlich gut belaubt sind, liegen auf dem Weg entlang des Rursees bereits richtige Blätterhaufen. Wir werden in die Kindheit zurückversetzt, als wir mit viel Vergnügen das raschelnde Laub mit den Füßen aufwirbelten.

Helles Moosgrün, ein schöner Farbkonstrast

Herbstlich gefärbte Laubbäume vor dem Rursee

Zwischen den Zweigen sieht man die leeren Segelstege der anderen Segelclubs, die erst wieder im kommenden Frühjahr belebt werden.

Auch Nadelhölzer säumen den Weg

Durch die Zweige sieht man immer den Rursee, besser als im Sommer, wenn die dichte Belaubung die Sicht etwas behindert.

Blick in Richtung Schmidt

Ausblick auf Schwammenauel

Wir staunen immer wieder darüber, dass die Sträucher und Bäume trotz des steilen und felsigen Untergrundes genug Halt finden, um Wind und Wetter zu trotzen.

Steinige Uferböschung

Ein Apfelbaum voller Äpfel in der Nähe des Rursees, und das Mitte November; das haben wir noch nie erlebt. Ein großer Teil der Äpfel ist bereits auf den Boden gefallen, aber es gibt immer noch genug zum Pflücken. Wir haben uns mit dem Aufsammeln der Äpfel, die noch gut sind, begnügt.

Apfelbaum Mitte November in der Nähe des Rursees

Als krönenden Abschluss des schönen „Volkstrauer-Tages“ sahen wir auf dem Rückweg vom Rursee noch einen wunderschönen Gingko-Baum, dessen herbstlich leuchtend-gelbe Blätter sich von dem tiefen Blau des Himmels abhoben. Der Baum erinnerte uns an das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe „Gingko Biloba“, das er 1815 schrieb.

Der Gingko-Baum, der Goethe 1815 zu diesem Gedicht inspirierte, stand damals im Schlosspark von Heidelberg. Heute gibt es den Baum, der besonders in Asien symbolische Bedeutung hat, nicht mehr, er wäre auch schon mehr als 200 Jahre alt. Aber man findet Gingko-Bäume glücklicherweise immer öfter in verschiedenen Gärten und Parks.

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