China – Panda-Kinder

Es gibt wohl niemanden, den der Anblick von Panda-Kindern – gemeint sind hier die Kinder des Giant Panda (Großer Panda, lateinischer Name „Ailuropoda melanoleuca“) – gleichgültig lässt. Besonders in China, wo der Giant Panda „lebendes Nationalheiligtum“ ist, erlebt man überall eine enorme Begeisterung für die Tiere. Man kann dort in allen Gegenden Panda-Plüschtiere, Postkarten und Artikel mit Panda-Motiven kaufen, und davon machen die Chinesen gerne und reichlich Gebrauch.

Der Große Panda ist in China streng geschützt. Die chinesischen Regierung stellte ihn bereits 1939 Naturschutz.  Seit 1998 hat sie der Abholzung der Bambuswälder in vielen Gegenden ein Ende gesetzt, um den verbliebenen Pflanzen eine Bestandserholung zu ermöglichen und letztendlich die Nahrungsquelle der Pandas dauerhaft zu sichern. Der Giant Panda, Große Panda,  ist das Wappentier des WWF (World white fun). Der Große Panda wird etwa 1,5 m groß, sein Gewicht liegt zwischen 80 und 120 kg,  Panda-Kinder sind demensprechend kleiner. Der Giant Panda ernährt sich fast ausschließlich von Bambus. Der Große Panda,  ist das Wappentier des WWF (World white fun).

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Der Große Panda wird auch als Pranken- oder Bambusbär bezeichnet, in China nennt man ihn „Xiong Mao“, das heißt: Große Bärenkatze. Das auffälligste Merkmal  des Giant Panda ist seine Fellfärbung. Die Beine sind schwarz und die schwarze Färbung der Arme zieht sich wie ein Gürtel über die Schultern und den Vorderkörper. Auch die runden Ohren und Augenrahmung sind schwarz. Bei manchen Pandabären sind Nasen- und Schwanzspitze ebenfalls schwarz.

Eintrittskarte für die Aufzuchtstation von Chengdu

Als uns unsere Tochter Vanessa die Panda-Aufnahmen von ihrem ersten Besuch im Chengdu zeigte, war mir klar, dass ich die possierlichen Tiere auch eines Tages sebst in der Aufzuchtstation von Chengdu sehen wollte. Der erste Versuch im Berliner Zoo vor acht Jahren war nicht sehr erfolgreich. Der einzige Panda-Bär, Bao Bao, war damals bereits ziemlich alt und hatte sich zudem von uns abgewandt und schlief, so dass wir nur seinen Rücken sehen konnten. Aber später konnten wir  glücklicherweise während verschiedener Besuch die drolligen Tiere in ihrer naturnahen Umgebung in Chengdu sehen. Man muss sehr viel Glück haben, genügend Zeit und Geduld aufbringen, da sich die Tiere nicht immer zeigen, schon gar nicht zu mehreren und aus nächster Nähe. Aber zusammen mit den Fotos, die unsere Tochter und wir unabhängig voneinander gemacht hatte, sind es mehrere Hundert verschiedene Fotos, die so entstanden sind.

Übersichtskarte der Aufzuchtstation

Die Aufzuchtstation liegt auf einem 600 Hektar broßen Gelände außerhalb von Chengdu. Es gibt es im Park Elektrobusse, mit denen man zu den verschiedenen Bereichen fahren kann, weil man sonst den ganzen Tag zu Fuß unterwegs wäre. Da jedes Mal Menschenmassen unterwegs waren – vor allem Kindergarten- und Schulkinder -, die die Panda-Bären sehen wollten, musste man sowohl am Eintrittsschalter als auch an der Elektrobus-Haltestelle jeweils ziemlich lange warten, aber das nahmen wir gerne in Kauf.

Noch ganz klein war das kleine Panda-Kind, das so hilflos aussah, wie ein aus dem Nest gefallenes Vögelchen. Die Mutter war mit dem Geschwisterkind beschäftigt, was dem Kleinen gar nicht zu gefallen schien.

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Auch dieses plüschige Panda-Kind war noch sehr klein und schien ebenfalls auf die Mutter zu warten. Immerhin hatte es eine Bambusspitze – die Lieblingsspeise der Pandas – als kleinen Trost. Das Panda-Kind auf dem Bild darunter hatte sich sogar zwei Bambusspitzen besorgt.

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Mutter geht in den ersten Monaten gar nichts. Erst wenn die Kleinen vier Monate alt sind, beginnen sie, etwas selbständig zu unternehmen.

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Pandas sind wahre Kletterkünstler. Schon sehr früh beginnen die Kleinen, auf die Bäume zu klettern, und sie fühlen sich dort sichtlich wohl.

Besonders drollig ist es, wenn mehrere Panda-Kinder zusammen sind. Sie verhalten sie sich wie andere Tierkinder auch, sie kuscheln, spielen miteinander, und sie necken sich.

Drei Panda-Kinder in der Aufzuchtstation von Chengdu, China

Bei diesen drei kleinen Pandas schubste das eine Panda-Kind schließlich ein anderes von der Holzpalisade. Die chinesischen Zuschauen schrieen vor Entsetzen laut auf, aber da das Podest nicht sehr hoch war, hatte sich das Panda-Kind nichts getan und krabbelte bald darauf wieder zu den beiden anderen auf das Podest und spielte weiter.

Bei keinem anderen Tier habe ich bisher so viele  Ausdrucksvariationen erlebt, wie bei den kleinen Pandas in der Aufzuchtstation von Chengdu. Die kleinen Pandas scheinen zu lachen, zu weinen, erstaunt zu sein oder sich zu freuen, alles ist möglich.

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Panda-Kinder haben noch keine stark ausgeprägten Mahlzähne (Eckzähne), Bildnachweis:Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Auch wenn sich die Pandas sehr ähneln, kann man sie anhand von kleinen Merkmalen unterscheiden: Ohren, Nase, schwarze Umrandung der Augen sind nicht bei allen Panda-Kindern gleich.

Bildnachweis: Vanessa Schade

Auf den Fotos kann man gut den sogenannten „Pseudo-Daumen“ erkennen. Er besteht aus einem verlängerten Knochen der Handwurzel und ist  wie ein sechster Finger an jeder Hand. Damit können die Panda-Bären besser den Bambus, ihre Hauptnahrung, greifen.

Bildnachweise: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Bildnachweis: Vanessa Schade

Außer dem Großen Panda gibt es in der Aufzuchtstation auch den Kleinen Panda (Red Panda, Ailurus fulgens). Der Red Panda ist viel kleiner als der Große Panda, wie schon der Name sagt. Er sieht dem Waschbären ähnlicher als dem Großen Panda, und er ist auch viel schlanker. Sein chinesischer Name ist „Hong xiong mao“., das bedeutet Kleiner Panda. Sein Fell ist überwiegend glänzend rot, daher kommt Bezeichnung „Red Panda“, er wird aber auch Katzenbär oder Bärenkatze genannt.Das Gesicht des Kleinen Panda hat eine sehr hübsche Zeichnung, deshalb sagen manche, dass es das schönste Säugetier der Erde ist. Der Kleine Panda ist wesentlich scheuer als sein großer Namensvetter. Auch in der Chengdu Research Base ist es nicht leicht, ihn abzulichten.

Bildnachweis: Vanessa SchadeRed Panda in der Aufzuchtstation von Chengdu, China

Der Kleine Panda, Red Panda, ist das Maskottchen des Fußballclubs Fortuna Köln. Er ist auch im Kölner Zoo zu bewundern.

 

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