Lissabon – Portugal

Nach ein paar Tagen in der traditionsreichen Stadt Porto fahren wir weiter nach Lissabon. Wir haben uns für die Bahn entschieden. Die Fahrt von mehr als 300 km kostet uns zwei Senioren 25 €. Hallo Deutsche Bahn: Nachmachen! Für das Geld kommen wir hier man gerade von Köln nach Düsseldorf. Nach dem Einchecken im Hotel geht es zur Stadtbesichtigung. Der Praça do Comércio ist der Empfangssalon der Stadt, früher stand hier der Königspalast. Auf drei Seiten spenden Arkaden Schatten.

Praca do Cómercio

In der Mitte blickt das Denkmal des Königs José I auf den Tejo, dahinter öffnet der Arco Triunfal den Weg zur Rua Augusta, einer lebhaften Einkaufs- und Restaurantstraße. Hier trifft man nicht nur Touristen, auch die Einheimischen genießen den Tag.

Denkmal von König José I

Weiter laufen wir zur Alfama, der Altstadt Lissabons. Durch schmale Gassen, durch die nicht einmal ein Auto passt, steigen wir langsam bergauf.

Hügelige Altstadtgassen in Lissabon

Das Pantheon mit seiner markanten Kuppel liegt neben dem Santa Clara Kloster, von der Kuppel bietet sich ein schöner Blick auf den Tejo und die Alfama.

Pantheon

Weiter laufen wir zur Kathedrale Sé, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurück reichen. Sie wirkt trutzig eher wie eine Burg. Der Innenraum weist romanische und gotische Bauelemente auf, er wirkt etwas düster.

Kathedrale Sé

Unmittelbar vor dem Eingang rumpelt plötzlich eine der uralten Straßenbahnen vorbei, die die Alfama durchqueren. Wir bummeln lieber zu Fuß nach Graça, einem lebhaften Stadtviertel mit vielen Geschäften und Cafés. Die Igreja da Graça liegt unmittelbar an einem der schönsten Miradouros der Stadt; von hier hat man einen schönen Blick auf das benachbarte Kastell São Jorge und die Altstadt bis zum Tejo.

Nach so viel Laufen nehmen wir zurück in die Stadt die Linie 28, eine Museumsbahn der Stadt; in den engen Gassen wäre ein moderne Straßenbahn nicht möglich.

Im Zentrum von Lissabon

Am nächsten Tag, Sonntag, wollen wir raus aus der Stadt. Mit dem Zug fahren wir Richtung Cascais. Unterwegs machen wir einen Zwischenstopp in Belem. Der Turm am Ufer des Tejo war ursprünglich zur Verteidigung des Stadt vor Seeräubern und als Leuchtturm geplant, er gleicht einer Festung, zeigt aber auch orientalische Einflüsse.

Torre de Belém

Nicht weit entfernt steht das Denkmal Heinrichs des Seefahrers, einem Schiffsbug nachempfunden, der über den Fluss ragt. Die Figuren zeigen neben Heinrich bedeutende Personen. Dabei ist dieser Heinrich nicht selbst zur See gefahren, sondern hat die Eroberungsfahrten Portugals im 15. und 16. Jh. gemanagt, als das Land noch Kolonialmacht war.

Denkmal Heinrichs des Seefahrers 

Von der Aussichtsplattform, auf die ein Aufzug fährt, haben wir einen herrlichen Blick auf den Fluss und das gegenüber liegende Kloster dos Jeronimos. Dieses berühmte Bauwerk, Weltkulturerbe, diente den Rittern als Domizil vor den Kreuzfahrten, die Kapelle als Gebetsstätte. Die reich verzierte Südfassade lässt die Kunstschätze der ganzen Anlage erahnen, mit deren Bau 1502 begonnen wurde.

Mosteiro dos Jerónimos

Doch am Südportal stehen hunderte Menschen Schlange, eine im ganzen Land gängige Übung, Vordrängeln gibt es nicht. So lange wollen wir nicht warten.

Brunnen vor dem Mosteiro dos Jerónimos

Cascais ist ein hübscher Badeort, hier wohnen Leute mit Geld. Der alte Ortskern ist weitgehend erhalten und als Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften und Lokalen ausgebaut. Der Strand im Ort ist bevölkert, die Menschen wollen das herrliche Wetter und das warme Meer genießen.

Strand von Cascais

Zurück in Lissabon genießen wir noch einmal die besondere Abendstimmung auf der Praca do Comércio und den Blick auf den Tejo bei Sonnenuntergang.

Heimkehr der Segelboote auf dem Tejo am Abend

Leider ist jeder Urlaub mal zu Ende. Porto mit seinen unzähligen Baudenkmälern hat uns gut gefallen, das Meiste ist fußläufig zu erreichen. Das Duorotal ist eine herrliche Landschaft, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Dagegen ist Lissabon als Großstadt betriebsam; die alten Stadtteile strahlen aber noch den Charme früherer Jahrhunderte aus, die zahlreichen Kirchen und Sakralbauten zeugen von der einstigen Größe dieses freundlichen Landes.

(Co-Autor W.S.)

2 Kommentare zu „Lissabon – Portugal

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