Australien und Südsee-Inseln von oben

Australien von oben

In Australien war ich das erste Mal zusammen mit meiner Tochter Vanessa in den 1990er Jahren. Wir kamen aus Bangkok und flogen endlos lang über das Red Centre Australiens in den Northern Territories. Da es nicht viel zu sehen gab, dösten oder schliefen die meisten Passagiere. Erst als der Flugkapitän die Durchsage machte, dass wir demnächst auf der rechten Seite den heiligen Berg der Aborigines „Uluru“ (als Ayers Rock bekannt) sehen könnten, kam Bewegung in die Passagiere. Die meisten wollten den gewaltigen Sandsteinmonolith, das Highlight des Outback, sehen. Wir hatten das Glück, dass wir einen Fensterplatz auf der rechten Seite des Flugzeugs hatten. Ich wollte gerade ein Foto machen, als der Passagier des Gangplatzes versuchte, über uns hinweg den Ayers Rock zu fotografieren. Dabei stolperte er und fiel auf uns, so dass weder er noch ich Fotos von der roten Felsformation „Uluru“ hatten. Auch beim Anflug von Sydney war es mir nicht möglich, das Zentrum der Stadt vom Flugzeug aus zu sehen. Wir flogen mindestens eine halbe Stunde über die ausgedehnten, gleichförmigen Vororte von Sydney und landeten auf dem internationalen Flughafen südlich des eigentlichen Zentrums, ohne dieses selbst zu sehen.

Blick vom Sydney-Tower auf die Stadt Richtung Pazifischer Ozean

Wir hatten jedoch während unseres Aufenthaltes in Sydney die Möglichkeit, die Stadt von oben von der Aussichtsplattform des 309 m hohen Sydney-Towers zu sehen. Der Rundblick über die ausgedehnte Stadt mit den unzähligen Buchten, auf dem die Segelboote wie kleine weiße Punkte aussahen, war großartig.

Blick auf den Hafen Richtung Westen von Sydney

Einige Jahre später besuchte ich noch einmal intensiver mit meinem Mann Australien . Dieses Mal hatte ich die Möglichkeit, die schöne Stadt Sydney schon beim Anflug vom Meer aus zu sehen. Es war sehr beeindruckend.

Zweiter Anflug auf Sydney

Von Sydney aus flogen wir nach Hamilton Island, einer Insel des Great Barrier Reefs. Von dort aus ging es mit dem Flugzeug weiter nach Melbourne. Auch dieses Mal hatte ich einen Fensterplatz und konnte Teile des Great Barrier Reef mit den Whitsundey Islands vom Flugzeug aus sehen.

Hamilton Island von oben

Whitsunday Islands im Great Barrier Reef

Flug über Queensland 

Beim Anflug auf Melbourne konnten wir einen Teil der Südküste Australiens von oben sehen, als das Flugzeug einen weiten Bogen über das Meer in Richtung Küste machte.

Südküste von Australien von oben

Von Melbourne aus fuhren wir mit dem Auto entlang einer der schönsten Panoramastraßen von Australien, der Great Ocean Road im Süden des Kontinents. Die Hauptattraktion dieses Küstenabschnitts, die „Zwölf Apostel“, konnten wir von einem Aussichtspunkt aus am besten sehen. Von den “Zwölf Aposteln“ gibt es allerdings jetzt nur noch acht der bizarren Felsen; das Meer hatte durch die starke Brandung seinen Tribut gefordert.

   Die „Zwölf Apostel“ an der Great Ocean Road

Ein weiteres Highlight war für uns die wunderschöne Landschaft der Blue Mountains, die etwa 70 km westlich von Sydney liegen. Von einem erhöhten Aussichtspunkt aus hatten wir einen spektakulären Ausblick auf die atemberaubende Gegend und die „Three Sisters“.

Blue Mountains

Felsformation „Three Sisters“ vom Aussichtspunkt Echo Point

Südsee-Inseln von oben

Nach meinem ersten Australien-Aufenthalt flog ich mit meiner Tochter von Sydney zuerst nach Fidschi, wo wir einige Tage blieben. Danach ging es weiter über die Cook Islands nach Tahiti. Ich hatte mir soviel von der Insel versprochen, seit ich die Bilder von Paul Gauguin in meiner Jugend gesehen hatte. Meine Vorstellungen erfüllten sich jedoch nicht ganz. Man sagte uns im Hotel, dass die anderen Gesellschaftsinseln, vor allem Bora Bora, mehr dem Bild von der Südsee entsprächen.

Tahiti von einem Aussichtspunkt aus mit Moorea im Hintergrund

Als sich für uns die Möglichkeit bot, von Tahiti aus einen Tagesausflug mit dem Flugzeug nach Bora Bora zu machen, sagten wir sofort zu, denn Bora Bora galt schon immer als Inbegriff der Südsee. Ein Angestellter des Hotels gab uns den Tipp, uns im Flugzeug auf die linke Seite, die Backbordseite, zu setzen, weil man nur dann die Gewähr hatte, Bora Bora von oben zu sehen. Es gab keine Platzreservierung für das kleine Propellerflugzeug, deshalb rannten alle diejenigen, die wie wir den Tipp bekommen hatten, über das Rollfeld zum Flugzeug, um einen Platz auf der linken Seite zu bekommen. Für Beobachter muss es amüsant ausgesehen haben, aber wir waren froh, dass es uns tatsächlich gelungen war, die erhofften Fensterplätze zu bekommen.

Huahine

Wir flogen zuerst an den beiden Inseln Huahine und Tara´a vorbei. Als die erste Insel auftauchte, versuchten die Passagiere, die auf der rechten Seite saßen und nur das Blau des Meeres sehen konnten, auf unsere, die linke Seite, zu kommen. Ich konnte das gut verstehen, denn eine solch schöne Aussicht ist einmalig. Da das kleine Flugzeug durch die plötzliche Gewichtverlagerung jedoch leichte Schräglage bekam, wurden die Passagiere vom Piloten angewiesen, auf ihren Plätzen zu bleiben, da es nicht ungefährlich für die Sicherheit sei.

Anders als bei anderen Inseln gibt es auf Bora Bora nur einen einzigen Zugang zur eigentlichen Insel, der von Schiffen bzw. Booten befahrbar ist. Diesen konnten wir beim Anflug sehr schön sehen.

Der Anblick der Inseln von oben bei herrlichem Wetter war für mich das Schönste an den beiden Besuchen der Inseln in der Südsee. Es waren die Farben, die mich so begeisterten, das dunkle Grün der kleinen Vulkaninsel selbst, umgeben von der türkisfarbenen Lagune mit den Motu, den kleinen Inselchen mit weißen Sandstränden wie im Bilderbuch und dazu das tiefe Blau des Meeres.

Vom Flugzeug aus sahen wir, dass das Inselinnere üppig mit tropischer Vegetation bewachsen und größtenteils nicht bewohnt ist. Die Insel mit dem markanten Berg Otemanu (727 m), der von jeder Seite ein anderes Profil aufweist, ist ebenso wie die anderen Gesellschaftsinseln vulkanischen Ursprungs und gebirgig.

Bei meinem zweiten Australien-Aufenthalt mit meinem Mann besuchte ich ebenfalls einige Südsee-Inseln. Mir gefiel besonders die türkisfarbene Farbe des Meeres bei der Ile des Pins, eine der Inseln von Neukaledonien.

Auch in Neukaledonien gibt es Korallenriffe um einige der Inseln, aber keine umschließt diese so perfekt wie die Lagune von Bora Bora mit dem Korallenriff.

Schöne Luftaufnahmen von Australien kann man auch im Blogartikel von Gina und Marcus sehen:

https://www.2onthego.de/reisebilder-luftaufnahmen-rund-um-die-welt/

8 Kommentare zu „Australien und Südsee-Inseln von oben

    1. Die Fidschi-Inseln haben mir gut gefallen, und die Menschen sind sehr freundlich. Von Tahiti war ich in mehrerer Hinsicht etwas enttäuscht, wenige Strände, hoch aufragende, düstere Vulkanfelsen, und die Menschen waren teilweise nicht sehr entgegenkommend, kein Wunder bei der hohen Arbeitslosenzahl damals. Nur das Gauguin-Museum war für mich ein Highlight.

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  1. Als ich diese Fotos sah viel mir spontan mein Fotoprojekt ( Luftaufnahmen ) ein. Dieses habe ich vor ein paar Monaten zum Motto gemacht. Alle deine Fotos hätte da super reingepasst. Kannst es dir ja mal anschauen wenn du Lust hast. Kommt bei mir unter dem Titel Fotoprojekte. Da habe ich glaub 18 Projekte vorgestellt. wenn du willst kannst du immer teilnehmen weil eine zeitliche Vorgabe gibt es bei mir nicht !!!
    Danke für die tollen Fotos !

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    1. Das ist ein nettes Kompliment, vielen Dank. Dein Fotoprojekt habe ich mir bereits vor einiger Zeit angesehen, es waren unter anderem schöne Bilder von „Ferngeweht“, „To on the go“ und „Die Reiseeule“ dabei. Ich sehe es mir jetzt noch einmal gezielter an.

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