Dalien – „Montezumas Geschenk an unsere Gärten“

Es gibt kaum eine Pflanzengattung, die mit einem solchen Formen- und Farbenreichtum aufwarten kann wie die Dahlien. Die schönen Wildpflanzen schmückten bereits in ihrem Herkunftsland Mexiko die Tempel der Azteken. Deshalb werden Dahlien oft als “Montezumas Schätze für unsere Gärten“ bezeichnet.

Die frühesten Beschreibungen stammen von Francisco Hernandez und datieren aus dem Jahr 1615. Im Jahr 1789 wurden die ersten Samen nach Europa eingeführt. Der Direktor des Botanischen Gartens von Mexiko schickte einige Samen an den Direktor der königlichen Gärten in Madrid.Kurz darauf sandte man die ersten Samen aus Mexiko nach Spanien, wo man die Dahlien wenig später im botanischen Garten von Madrid bewundern konnte.

Im Jahr 1804, schickte der bekannte Naturforscher Alexander von Humboldt Dahliensamen von seiner Mexikoreise direkt nach Deutschland, und einige Zeit später war die schöne Pflanzengattung  auch in Berlin zu sehen. Ihren wissenschaftlichen und später auch deutschen Namen erhielt die vielseitige Dahlie, Dahlia, zu Ehren des schwedischen Botanikers Dr. Anders Dahl.

Es gab eine Zeit lang auch einen alternativen Namen: “Georgina”. Dieser Name wird zum letzten Mal im Jahr 1832 in einer Botanischen Zeitschrift erwähnt. Heute gilt dieser Name als weitestgehend unbekannt.

Bei uns blühen die Dahlien je nach Sorte von Juni bis zum ersten Frost. Sie verwandeln den Spätsommer-Garten oder -park in ein Farbenmeer. Dahlien blühen in allen Farben, von weiß, gelb, rot, in zartem Lila oder leuchtem Orange, bis auf die Farbe Bau und Schwarz sind fast alle Farben vertreten.

Die Größe der Dahlienblüten reicht von wenigen Zentimetern bis zu 30 Zentimeter. Dahlien können, wie beispielsweise Dahlia imperialis, bis zu 8–10 Meter hoch werden.

Die einfachblühenden Dahlien ähneln noch am ehesten den Wildpflanzen aus Mexiko. Sie haben ungefüllte oder nur schwach gefüllte Blüten. Für viele Insekten sind sie als Bienenweide eine ideale Nahrungsquelle.

Dahlien als Bienenweide

Den gefüllten Blüten der Dahlien fehlen die Röhrenblüten, und deshalb führen diese keinen Nektar, sondern dienen ausschließlich als Ziergewächse.

Die bei uns bekannten Garten-Dahlien gehen vermutlich ausnahmslos auf Kreuzungen der beiden Wildarten Dahlia pinnata und Dahlia coccineus zurück. Da die Pflanzen von Natur aus eine hohe Variabilität zeigen, sind im Lauf der Zeit mehrere Tausend Sorten mit fast allen Blütenfarben und Blütenformen und oft auch mehrfarbigen Blüten entstanden.

Mehrfarbige Dahlien

Besonders schön sind die Dahlien, deren Blüten denen der  Seerosen ähneln.

Seerosen-Dahlie

Interessant sind auch die Kaktus-Dahlien, oder je nach Art auch Semi-Kaktus-Dahlien, deren spitze Blütenblätter an einen Kaktus erinnern.

Kaktus-Dahlie

Hirschgeweih-Dahlien haben röhrenförmig gerollte Zungenblüten mit gespaltenen Blütenspitzen, ähnlich einem Hirschgeweih.  

Die Blüten der Pompon-Dahlien und der Ball-Dahlien sind kugelförmig und kompakt. Die Blütenblätter formen ein „Röhrchen“, weil sie entlang der Längsachse aufgerollt sind. Pompon-Dahlien erreichen eine Höhe von 80 – 90 cm. Ball-Dahlien wachsen kräftiger und höher als die Pompon-Dahlien.

Pompon-Dahlie

Dahlien sind nicht nur dauerblühende Beetstauden, die unterirdischen Wurzelknollen sind auch essbar. Deshalb wurden sie bereits von den Azteken als kohlehydratreiches Nahrungsmittel angebaut. Die stärkehaltigen Knollen kann man ähnlich wie Kartoffeln schmackhaft zubereiten. 

Scharlach-Dahlie

Außerdem kann man die Blüten der Dahlien auch als schmackhafte und essbare Dekoration für Salate verwenden. Einige Dahlien haben heilsame Eigenschaften. Die Knolle der Scharlach-Dahlie wird in Mexiko in der Volksheilkunde als Nahrungsmittel und als Diuretikum, Diaphoreticum und Tonikum genannt. 

3 Gedanken zu “Dalien – „Montezumas Geschenk an unsere Gärten“

    1. Da hast Du recht, Pompon-Dahlien sehen wirklich aus wie eine Ballerina, das kannst Du am besten beurteilen. Dahlien in den unterschiedlichsten Formen und Farben sind wirklich eine Bereicherung für unsere Gärten und Parks. Dir alles Gute und herzliche Grüße nach Moskau. Marie

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