Independence Day in Boston, USA

Während einer Fahrt entlang der Ostküste der USA kamen wir genau am 4. Juli, dem Independence Day, in Boston, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts, an. An diesem Tag feierten die Amerikaner einen besonderen Tag, den Independence Day. Mit dem Unabhängigkeitstag, Independence Day, erinnern die Amerikaner an die Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten durch den Kontinentalkongress. Die ehemals britischen Dreizehn Kolonien wurden am 4. Juli 1776 erstmals in einem offiziellen Dokument als „Vereinigte Staaten von Amerika“ bezeichnet.

Massachusetts State House

Die 1630 gegründete Stadt gehört zu den ältesten in den USA. Das Old State House, ein historisches Verwaltungsgebäude an der Kreuzung der Washington/State Street in Boston, wurde im Jahr 1713 erbaut und ist das älteste noch stehende öffentliche Gebäude in Boston. Von dem Balkon aus erfolgte die erste öffentliche Bekanntgabe der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten.

Old State House
Von dem Balkon aus wurde die Unabhängigkeitserklärung erklärt

Die Old City Hall in Boston wurde von 1865 bis 1969 als Rathaus genutzt. Das im Stil des Second Empire errichtete Gebäude wurde 1970 als National Historic Landmark in das National Register of Historic Places eingetragen.

Old City Hall

Der Independence Day wurde an diesem Tag mit Picknicks und patriotischen Paraden, Feuerwerken, Konzerten und dem öffentlichen Hissen der Flagge der vereinigten Staaten gefeiert. Viele Gegenstände waren in den Farben der amerikanischen Flagge Rot, Weiß und Blau geschmückt.

Pferdekutsche wartet auf Kundschaft

Im Vergleich zu anderen Städten gibt es im Zentrum von Boston auffallend viele Statuen verschiedener Art.

Überall hatten sich Künstler verschiedener Bereiche niedergelassen, zur Freude der Passanten wurde auch viel musiziert.

Es war ein schöner, sonniger Tag, die gesamte Bevölkerung von Boston schien auf den Beinen zu sein. Die Stadt hatte sich herausgeputzt, überall waren Flaggen mit dem Sternenbanner, auch Stars and Stripes genannt, aufgestellt, einige Einwohner Bostons hatten ihre historischen Trachten an. Es war ein richtiges Volksfest.

Der Quincy Market diente mehr als 170 Jahre lang bis in die 1960er Jahre als Grossmark Boston’s. Heute ist er zentraler Anlaufpunkt aller Besucher, aber auch Einheimischer zum Shoppen und Schlemmen. Es gibt dort mehr als 150 Restaurants, Geschäfte und Essensstände verschiedener Art.

Auf dem Platz vor dem Quincy Market und dem South Market war viel los: Stände mit allen möglichen Artikeln, die von den Besuchern an diesem besonderen Festtag gerne gekauft wurden, Künstler zeigten ihr Können, es war ein buntes und lebhaftes Treiben. Die Besucher waren sichtbar gut gelaunt und genossen den Tag, teils mit der ganzen Familie.

Absolute Ruhe herrschte dagegen auf dem Friedhof für die gefallenen Soldaten. Wie überall in Boston wehten auch hier die amerikanische Flaggen.

Friedhof für die gefallenen Soldaten

Die Flagge besteht aus 7 roten und 6 weißen Streifen. Die Streifen stehen für die 13 Gründungsstaaten, rot steht für Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit (valor and hardiness) und weiß für Reinheit und Unschuld (purity and innocence). Das blaue Feld im linken oberen Bereich zieren seit dem 04. Juli 1960 genau 50 Sterne, die für die 50 Bundessstaaten der USA stehen (wenn neue Bundesstaaten hinzukommen, wird die Flagge immer zum nächsten 4. Juli des Jahres, dem Independence Day, um einen Stern erweitert).

Mehr die Ruhe suchte das Rentner-Ehepaar mit ihren beiden Hunden am Flussufer, abseits vom bunten Treiben im Zentrum Bostons.

Einen guten Überblick über das Zentrum von Boston hin bis zum Atlantischen Ozean bekamen wir von der Aussichtsterrasse eines Hochhauses einer bedeutenden amerikanischen Versicherung. Mitten durch Boston fließt der Charles River, der das Zentrum von Boston von Cambridge und Charlestown trennt und auf dem viel Wassersport betrieben wird.

Blick von oben auf den Charles River und Boston
Zentrum von Boston, im Hintergrund der Atlantische Ozean

Am späten Nachmittag fuhren wir ans Meer, das nicht weit vom Zentrum Bostons entfernt ist, um von dem Trubel abzuschalten und die abendliche Ruhe am Wasser zu genießen.

Autokennzeichen von Massachusetts
Abendliche Stimmung am Meer

21 Kommentare zu „Independence Day in Boston, USA

      1. Die Sache ist die: Alle deine Berichte faszinieren mich durch die wunderschöne Art, sie in Wort zu fassen, als wäre selbst an diesen Orten zugegen. Bitte, bitte mehr davon! 🌈😊

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      2. Vielen Dank für Deine netten Worte, ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich hoffe, dass auch die nächsten Beiträge den Eindruck vermitteln, dass man selbst dagewesen wäre.

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  1. Vielen Dank für die vielen eindrucksvollen Fotos und Berichte. Glücklicherweise hatte ich noch nie Fernweh und fühle mich zu Hause sehr wohl. Ich finde, die Welt ist sehr klein geworden. Liebe Grüße, Gisela

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    1. Über Deine netten Worte habe ich mich sehr gefreut, vielen Dank dafür. Das Fernweh habe ich durch die vielen Bücher bekommen, die ich als Kind und Jugendliche gelesen hatte. Es gab damals kein Fernsehen und keine Reisevideos, deshalb wollte ich vieles selbst kennenlernen, was dort beschrieben wurde. Liebe Grüße, Marie

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      1. Das Fernweh ist sicherlich durch meine bzw. unsere Kindheit bedingt. Auch meine beiden Geschwister wollten so schnell wie möglich weit weg, sobald es möglich war. Liebe Grüße, Marie

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  2. Magnífica reseña, Marie. Hiciste favor de relatar un episodio histórico de Estados Unidos de Norteamérica a través de tu estilo tan bello de relatar y acompañado de fotografías preciosas que respaldan lo que escribes. Nuevamente te reitero mi admiración, respeto, amistad y afecto. Saludos hasta Alemania.

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  3. Es ist lange her, dass ich Boston besucht habe. Aber dieser Beitrag hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Boston ehrt seine Vergangenheit. Und der 4. Juli ist der amerikanischste aller Feiertage. In liebevollen Gedanken, Anna. :)

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    1. Es ist ein sehr schönes Kompliment zu hören, dass ich Dir mit dem Beitrag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe. Darüber freue ich mich sehr, vielen Dank, liebe Anna. Mir hat Boston an diesem 4. Juli besonders gut gefallen, so erlebte ich ein Stück amerikanische Geschichte in einer besonderen Atmosphäre. Ich wünsche Dir alles Liebe, Marie

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