Angkor Thom – rätselhafte Gesichtertürme

Die sagenumwobene Tempelstadt Angkor Wat in Kambodscha ist das größte sakrale Bauwerk der Welt. Es ist eine große Pyramide mit drei Ebenen und fünf Türmen, die sich bis zu 65 m über dem Grund erheben. Es stellt einen Tempelberg dar, der dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet war. Angkor wurde in einer Zeit errichtet, als die Khmer die Region politisch und militärisch dominierten. Zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert war sie das Zentrum der Khmer-Kultur. In dieser Zeit wurden zahlreiche Kunstwerke geschaffen, die bis ins kleinste Detail ausgearbeitet waren. Seit 1992 ist Angkor ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Viele halten allerdings die rätselhaften Gesichtertürme in der ummauerten Stadt Angkor Thom für ein noch interessanteres Bauwerk als Angkor Wat.

Angkor Wat mit seinen fünf charakteristischen Türmen, die sich im Wasser spiegeln

Der König des Khmer-Reiches Kambuja, das als Reich von Angkor bekannt ist,  ließ im Zentrum von Angkor Thom seinen Bergtempel, den Bayon, bauen, der zu den beeindruckendsten Sakralbauten der Welt gehört. Markant für Angkor Thom sind die fünf Haupttore, die jeweils mit vier Gesichter gekrönt sind. Besonderes Merkmal des Tempels sind die Gesichtertürme mit bis zu jeweils vier Gesichtern, die in alle Himmelsrichtungen zeigen. Der Bayon mit seinen beeindruckenden Gesichtertürmen war Staatstempel und stand im Zentrum der Stadt, die die letzte Hauptstadt des Angkor-Imperiums war. Von weitem sieht der Bayon zunächst wie ein formloser grauer Steinhügel aus. Erst bei näherem Herankommen kann man die besonderen Einzelheiten, vor allem die bis zu sieben Meter hohen Gesichter erkennen.

Man vermutet, dass es früher 54 Gesichtertürme gegeben hat, heute stehen nur noch 37 Türme in Angkor Thom. Von jedem Turm lächelt das in Stein gehauene Gesicht des Lokeshvara, des Herrschers der Welt, herab. Vermutet wird, dass die Darstellung Jayavarman VII. nachempfunden wurde. Die vier Gesichter der meisten Türme blicken jeweils in eine andere Himmelsrichtung.

Die meisten Türme bestehen aus vier Gesichtern, die jeweils in eine andere Himmelsrichtung blicken.

Insgesamt sind es mehr als 200 rätselhafte Gesichter, von denen jedes Gesicht anders ist, kein Gesichtsausdruck gleicht dem anderen.

Man hat den Eindruck, dass einen die rätselhaften Gesichter überall hin verfolgen, auch wenn die Augen scheinbar geschlossen sind.

Lokeshwara-Jayarvarman trägt immer eine Krone, ein Diadem und schwere Ohrringe. Manchmal hat er auch eine offensichtlich wertvolle Kette um seinen Hals.

Die Augen sind so geschnitten, dass sie je nach Blickwinkel und Lichteinfall sowohl geöffnet als auch geschlossen erscheinen.

Die Antlitze des Lokeshvara findet man auch an anderen Tempelbauten, die kleiner sind als Angkor Thom, z.B. im Banteay Kdei.

Ob die Gesichter die Züge von Lokeshwara, von Bodhisattva oder vom Erleuchteten Buddharaja tragen, es ist das immer wiederkehrende Antlitz des Königs Jayavarman VII., der für seinen Größenwahn bekannt war. Er war besessen von dem Trachten nach Unsterblichkeit und gleichzeitig nach Macht und Mystifizierung.

20 Kommentare zu „Angkor Thom – rätselhafte Gesichtertürme

    1. Vielen Dank, liebe Gisela. Die Gesichter sehen in der Tat freundlich aus, aber wenn man an ihnen vorbeigeht, hat man den Eindruck, dass einem die scheinbar geschlossenen Augen folgen, das wirkt auf manche etwas unheimlich. Liebe Grüße, Marie

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  1. Je t’envoie ce mail pour te souhaiter un très bon weekend
    Que ce message t’accompagne durant ton samedi et dimanche
    Que chaque minute de ce weekend soit un poème
    Bon weekend mon amie
    Bon weekend mon ami
    Gros visous amicaux
    BERNARD

    Gefällt 1 Person

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