Brasilien – Alltagsszenen

„Deus é brasileiro“, das weiß bereits jedes brasilianische Schulkind. „Gott ist Brasilianer und er hat Rio an einem Sonntag erschaffen“, sagen voller Stolz die Cariocas, die Einwohner von Rio de Janeiro, und davon sind sie schon seit eh und je überzeugt. Das große Land an der Ostküste von Südamerika ist zwar landschaftlich mit Schönheit gesegnet, jedoch gibt es nicht überall einen Garten Eden. Hunger und Übersättigung, Armut und Reichtum liegen dicht beieinander. Die extrem musikalischen, geselligen und fussballvernarrten Bewohner Brasiliens versuchen jedoch stets, sich zu arrangieren und das beste aus der jeweiligen Situation zu machen.

Rio de Janeiro

„Fliegende Händler“ am Strand von Copacabana, im Hintergrund die Silhouette des Zuckerhutes
Fussballbegeisterte Brasilianer am Strand von Ipanema
Auch ein Verkäufer von Hüten und Plüschtieren braucht gelegentlich eine Erfrischungspause
Cristo Redentor, die Christus-Statue, ist normalerweise immer von vielen Menschen umgeben
Palmsonntagsgottesdienst vor dem Sockel der Christus-Statue auf dem Corcovado
Blick von unten auf der Plattform vor der Christus-Statue
Armut neben Reichtum, im Eingangsbereich einer großen Bank in Rio de Janeiro
Av. Copacabana mit dem wellenförmiges Mosaikmuster und der Strand von Copacabana in den 1960er Jahren
Mädchen am Strand von Ipanema in den 1960er Jahren

Salvador da Bahia

Salvador da Bahia ist durch seine Kolonialgeschichte, aus der noch viele der schön restaurierten Häuser erhalten sind und durch den besonders lebhaft gefeierten Karneval bekannt. Dort gibt es bis heute die grenzenlose Lebendigkeit afro-brasilianischer Kultur.

Largo da Pelarinho in Salvador da Bahia

Auch heute noch tragen viele Frauen im historischen Altstadtviertel von Pelourinho die traditionelle Kleidung, die Baianas, die aus weiten knöchellangen Röcken mit spitzenbesetzten Oberteilen und farbigen Schärpen sowie einem dazu passenden Kopftuch bestehen. Die meist weiße Farbe ist ein Erbe der nach Brasilien verschleppten Afrikaner und geht auf deren religiöse Traditionen zurück.

Traditionelle Baianas
Typische Baiana-Kleidung in Salvador da Bahia
Kostüme für einen Foto-Termin
Street Art in Salvador da Bahia
„I feel so good“, Büste im Schaufenster einer Galerie in Salvador da Bahia
„Savoir vivre“ in brasilianischer Art, Salvador da Bahia
Künstler und Katze in Salvador da Bahia
Schmuckherstellung
Die „andere Seite“ von Salvador da Bahia

Strandleben

Etwa 90 Prozent der Brasilianer leben im Osten des Landes, der für seine mehr als 1000 Kilometer langen Strände bekannt ist. Diese werden immer gern von den Einheimischen für die Freizeitgestaltung und für die Erholung genutzt, wenn immer es möglich ist. Dafür nehmen sie notfalls auch lange Anfahrtswege in Kauf.

Strand von Maceió

Die Strände sind für jedermann zugänglich und bieten kostenfreie Entspannungs- und Sportmöglichkeiten auch für die Ärmsten der Armen.

21 Kommentare zu „Brasilien – Alltagsszenen

  1. Schon möglich, dass diese Menschen, die dort Leben, auf ihre Art glücklich und zufrieden sind… ich wäre es nicht!
    Habe mich beim betrachten dieser Fotos selbst mal ins Visier genommen und musste mir eingestehen, dass ich ein ungutes Gefühl dabei hatte!?
    LG

    Gefällt 2 Personen

  2. Leider wird die Kluft zwischen Arm und Reich von Tag zu Tag größer. Ich erinnere mich, dass ich eine Studie über Waisen gelesen habe, die, glaube ich, auf den Straßen von Rio leben. Obwohl sie unterschiedliche Vorstellungen von Gott hatten, glaubten sogar diese Kleinen an Ihn. Ich kann nicht anders, als zu fühlen, dass es einen Punkt geben wird, an dem Er eingreifen wird, dass diese Ungleichheiten, die die Menschheit geschaffen hat, Seinen Zorn entzünden werden. Mit Liebe, Anna

    Gefällt 1 Person

  3. Du hast leider recht, die Kluft zwischen Arm und Reich wird jeden Tag größer. Der Glaube hilft vielen, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Die Christus-Statue auf dem Corcovado, Cristo Redentor, kann man von fast überall in Rio sehen und hat eine enorme Bedeutung gerade für die Armen, die sich von den Armen des Cristo Redentor umfangen und beschützt fühlen. Ich wünsche Dir alles Liebe, Marie

    Gefällt 2 Personen

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