Seerosen – Lieblingsmotiv von Claude Monet

Die Blüten der Seerose sind an Schönheit kaum zu überbieten, sie sehen aus wie gemalt. Der französische Name der schönen Blume lautet „Nymphéas“, aus dem Griechischen (nýmphē) übersetzt bedeutet das Nymphe. Diese kommen in der griechischen und römischen Mythologie als Naturgeister vor. Einige Erzählungen besagen, dass sich eine Nymphe aus Trauer in eine Seerose verwandelte, da ihre Liebe zu Herakles nicht erwidert wurde. In anderen Erzählungen heißt es, dass eine Sternschnuppe in einen See fiel, die zu einer Seerose wurde.

Es gibt auch mehrere tropische Seerosen, die winterhart sind und sich überall pflanzen lassen. Man findet sie deshalb vielfach in klimatisch gemäßigten Zonen in öffentlichen Anlagen. Als „Königin des Gartenteichs“ ist die Seerose mit ihren Schwimmblättern recht genügsam.

Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) kommt seltener vor, sie ist daher geschützt. Man findet sie in stehenden oder langsam fließenden Gewässer wie Seen, Teichen und den Altwässern von Flüssen. Dort, wo die Umstände besonders günstig sind, kommt sie auch in größeren Beständen vor.

In subtropischen und tropischen Ländern sieht man oft große Wasserflächen, auf denen sich Seerosen wie kleine Inseln ausgebreitet haben.

Für den französischen Künstler Claude Monet waren Seerosen in den letzten Jahrzehnten seines Lebens das wichtigste Motiv in seinen Bildern. Der Maler hatte im Garten seines Hauses in Giverny, einem Dorf in der Normandie, einen Seerosenteich angelegt, den er nach und nach erweiterte.

Der Garten mit dem Seerosenteich diente Monet als Inspiration und Vorlage für seine Gemälde, darunter eine Serie von Bildern, die den Zierteich mit Seerosen zeigen. Die Motive blieben zwar immer dieselben, aber Monet malte sie zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterbedingungen. Ihm ging es vor allem um die verschiedenen Licht-, Form- und Farbspiele und seine Liebe zur Natur. Es entstanden insgesamt 250 Ölgemälde, die unter dem Namen „Nymphéas“ (Seerosen) zusammengefasst sind.

Monets „Seerosen“ gehören zu den bekanntesten Bildern des Impressionismus. Gemälde der Serie „Nymphéas“ sind in Museen rund um die Welt ausgestellt, dazu gehören das Museum of Modern Art in New York, das Musée d’Orsay in Paris, das Nationalmuseum für westliche Kunst in Tokio und die National Gallery of Australia in Canberra.

Water lilies – favorite motif by Claude Monet – seniors around the world | Ned Hamson’s Second Line View

Einen lesenswerten Beitrag über Seerosen und die ihnen sehr ähnlichen Lotusblumen findet man bei https://www.bambooblog.de/die-lotosblume/

29 Kommentare zu „Seerosen – Lieblingsmotiv von Claude Monet

  1. Ein grossartiger Beitrag in Wort und Bild! :) Wir hatten vor Kurzem das Glueck, die „Intenational Collection of Waterlilies“ in San Angelo [https://wp.me/p4uPk8-3Vj] hier in Texas zu besuchen. Ein wunderbarer Anblock.

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    1. Muchas gracias por tus amables palabras, Santiago, las cuales realmente aprecio. También te agradezco por publicar en tus dos blogs. Saludos hasta México con el afecto y la amistad de siempre, Marie

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  2. Was für schöne Fotos, Marie! Zufällig liebe ich Monets Seerosenbilder. Diese Blumen, verwurzelter Schlamm, erinnern mich immer an eine Zeile aus dem Disney-Film „Mulan“: „Die Blume, die im Unglück blüht, ist die seltenste und schönste von allen.“ In Liebe, A.

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  3. Herzlichen Dank für Deine netten Worte, liebe Anna. Wie schön, dass Du ebenfalls Monets Seerosenbilder liebst. Das erste Seerosenbild, das ich gesehen habe, war das Bild mit der Brücke. Und vielen Dank für den schönen Spruch aus dem Film von Walt Disney „Mulan“, ich kannte es noch nicht. Ganz liebe Grüße, Marie

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