Frühlingserwachen

Wenn die Sonne an mehreren Tagen hintereinander scheint und die Temperaturen steigen, kann man von Tag zu Tag beobachten, wie die Natur immer mehr zu neuem Leben erwacht und Sträucher und Bäume vor der Blattbildung in unterschiedlichen Farben blühen. Noch sind es die sanfteren Farben, die dominieren, die kräftigen Farben werden in wenigen Tagen oder Wochen das Bild der Natur bestimmen, wenn das warme Wetter länger anhält.

Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, an dem die japanische Kirschblüte nicht bekannt ist. Die ursprüngliche Heimat der japanischen Blütenkirsche ist Nordchina. Doch erst die Japaner brachten durch Jahrhunderte lange Züchtung und Auslese zahlreiche Sorten hervor, die man heute auch bei uns findet. In Japan sind diese Gehölze mit ihrem Blütenreichtum ein Art Nationalsymbol.

Japaner haben traditionell eine sehr respektvolle Beziehung zur Natur. Besonders während des Frühlings kommt diese Beziehung zum Aufblühen der japanischen Kirschblüte, auch Sakura genannt, zur Geltung. Im ganzen Land werden spezielle Kirschblütenfeste, wie die Hanami Matsuri, gefeiert.

Japanischer Garten in Leverkusen

Auch viele Bodendecker in verschiedenen Farben und Formen bringen bereits Abwechslung in den Garten. Sie sind sehr beliebt, da sie sehr pflegeleicht sind und Unkraut verdrängen. Besonders geeignet sind sie für Gartenbereiche, in denen kaum andere Pflanzen wachsen. Hänge, Schattenbereiche unter Bäumen und Gehölzen, unter Hortensien oder Rosen, oder auch Randbereiche von Rasenflächen werden durch diese Gewächse verschönert.

An geschützten Orten sieht man bereits jetzt die leuchtend gelben Forsythien, die durch ihre Blütenpracht alle Blicke auf sich ziehen. Sie sind haben ihren Namen von dem englischen Botaniker William Forsyth und sind allgemein auch als Goldglöckchen bekannt. Forsythien sind robust und anspruchlos, ihre Blütezeit kann sich je nach Wetter bis in den Mai hineinziehen.

Forsythien sind mit den Ölbäumen verwandt. Es gibt rund 13 Arten von Forsythien. Davon stammen bis auf eine Art alle aus Regionen in Ostasien. Lediglich eine Hybride ist in Südosteuropa heimisch.

Magnolien gelten als Ursprungsform aller heute bekannten Blütenpflanzen. Es gibt inzwischen 200 Arten, die alle aus Ostasien oder Amerika stammen. In buddhistischen Tempeln wurde sie im 7. Jahrhundert als Zierde der Klostergärten gezüchtet.

Die Gattung der Magnolien wurde nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol benannt. Die Magnolie ist die Nationalblume Nordkoreas und wird auch in den USA verehrt. Die texanische Stadt Houston trägt sogar den Beinamen „The Magnolia City“, und in den Bundesstaaten Louisana und Mississippi wurde Sie zum Staatssymbol erhoben.

Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Magnolien. Manche Arten wachsen eher wie ein Baum und werden bis zu sechs Meter hoch, einige sogar noch höher, sie wachsen allerdings nur sehr langsam. Es gibt aber auch Magnolienarten, die sehr klein bleiben und zwischen 1,5 bis 3 Meter hoch werden, wie z.B. die Stern-Magnolie.

Sternmagnolie

Die Bedeutung der Magnolie kann sich je nach Farbe etwas verändern. Weiße Magnolien stehen als Sinnbild für Unschuld und Reinheit, rosa gefärbte Blüten für jugendliche Leichtigkeit und Freude.


Die üppige Blütenpracht der japanischen Zierkirschen verschönert im Frühling auch so imposante Gebäude wie das Oberlandesgericht in Köln.

Blütenpracht vor dem Oberlandesgericht in Köln am Reichensperger Platz

In vielen Kulturen wird das Frühlingserwachen, der Beginn des Frühlings, ausgiebig gefeiert, so gibt es zahlreiche Frühlingsfeste und Frühlingsriten. Eine Vielzahl von kirchlich beweglichen Feiertagen leiten sich vom Datum des Frühlingsbeginns ab. Das oftmals auch mit Frühlingsfest bezeichnete „Nouruz“ oder „Newroz“, das persische bzw. kurdische Neujahrsfest, wird vor allem im iranischen Kulturraum am 20. oder am 21. März gefeiert.

30 Kommentare zu „Frühlingserwachen

  1. Liebe Marie, herrliche Fotos hast du wieder. Ich finde es in jedem Jahr wieder neu erstaunlich, wie die Natur „nel giro di una settimana“ erwacht. Vor einer Woche bemerkte ich auch bei uns die ersten weißen und rosa Knospen an den Bäumen, heute stehen sie schon in voller Pracht.
    Cari saluti Anke

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  2. Bonheur, ennuis, succès, déception ou échec – je ne sais pas ce qui vous attend pour la journée, mais je sais que tout ira bien c’est toujours un plaisir de venir te dire. Bonjour bonjour!
    Amitié de déposer un petit mot à tous mes amis amies Bise Bernard

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    1. Herzlichen Dank für Deine netten Worte, liebe Anna. Der Frühling lässt vieles positiver sehen und bringt Hoffnung auf einen schönen weiteren Verlauf des Jahres. Ganz liebe Grüße, Marie

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  3. Querida Marie, expresaste con maestría y sensibilidad el milagro de la vida, el renacimiento de la naturaleza, el retono de los colores, las formas, los perfumes y los sabores. Es extraordinario. Una vez más te felicito y te expreso mi admiración y respeto. Saludos hasta Alemania con e afecto y la amistad de siempre.

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