Narzissen

Narzissen sind in Mitteleuropa eines der prägnantesten Symbole für den Frühling. Sobald sie nicht nur vereinzelt, sondern in größerer Zahl das Landschaftsbild mit ihrer Leuchtkraft prägen, ist der Frühling endlich angekommen. Narzissen bilden von Ende März bis in den Mai hinein in den Gärten und Parkanlagen farbenfrohe intensive Blütenteppiche. Je nach Sorte und Züchtung werden sie zwischen 20 bis 50 Zentimeter hoch, in Einzelfällen können sie noch höher werden. In der freien Natur Europas sind Narzissen in feuchten, ebenen Wiesenlandschaften ebenso verbreitet wie in hohen Gebirgslagen.

Die meisten der mehr als 50 Narzissen-Arten stammen aus dem westlichen Mittelmeerraum im Südwesten Europas und dem nordwestlichen Afrika. Nur wenige Arten sind ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet heimisch. Gegen Ende des 16.Jahrhundert gelangten die ersten Narzissen zusammen mit den Hyazinthen und Tulpen auch nach Mitteleuropa, wo sie sich bald einen festen Platz in den Gärten und Parkanlagen eroberten.

Die Narzissen, von denen es zahlreiche Sorten gibt, gehören zu den Amaryllisgewächsen. Je nach Farbe der Blüten werden in Mitteleuropa zwei Arten von heimischen Narzissen unterschieden. Die Narzisse die am meisten verbreitetet ist, entwickelt intensiv gelbe Blüten (Narcissus pseudonarcissus), die weiße Art (Narcissus poeticus) wird Dichter-Narzisse genannt.

Häufig werden die beliebten Frühlingsblumen auch Osterglocken genannt; dieser Name ist jedoch eigentlich der gelben Narzisse, der „Narcissus pseudonarcissus vorbehalten“. Es gibt auch zahlreiche Hybriden und Zuchtsorten, wie zum Beispiel die Strauß-Narzissen, Schmetterlings-Narzissen, Trompeten-Narzissen und viele andere.

Die Strauß-Narzisse, Nacissus tazetta, ist eine frühblühende Narzissen-Art mit tellerartigen Blüten. Der Name „tazetta“ (italienisch für „Tässchen“) kommt daher, dass die Nebenkrone der Straußnarzissen-Blüte einer Tasse gleicht.

In vielen Orten in Deutschland, aber auch in anderen Ländern wie in Österreich und in Frankreich, werden jedes Jahr zwischen April und Mai „Narzissenfeste“ als besondere Frühlingsfeste gefeiert, teilweise mit prächtigen Umzügen, wie zum Beispiel in Bad Aussee in Österreich.

Der Name der Narzisse ist nach Narziss, einem griechischen Helden der Mythologie benannt. Es wird gesagt, dass ihm seine übertriebene Selbstliebe zum Verhängnis wurde. Als er eines Tages sein Spiegelbild in einem Bach betrachtete und dieses vor lauter Entzücken umarmen wollte, stürzte er in das Wasser und ertrank. Von seinem Leichnam, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte, blieb nur eine Blume übrig, nämlich die Narzisse.

34 Kommentare zu „Narzissen

  1. Querida Marie, que belleza de fotos. Esas tonalidades de amarillos, blancos, toques de naranja, violaceos con el contraste de los verdes son una obra de arte.
    Gracias por compartir.
    Un abrazo.
    Elvira

    Gefällt mir

    1. Es ist wirklich eine wunderschöne Blumenart, liebe Maria, es wäre schön, wenn unser Wunsch nach Frieden und einem Neubeginn in Erfüllung ginge. Wir können nur weiter hoffen. Ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Marie

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s