Landesburg Lechenich in Erftstadt

Der Kölner Erzbischof Heinrich von Virneburg begann 1306 mit dem Bau der Burg in der Nordostecke der damaligen Stadt, nachdem die alte Burg 1301 zerstört worden war. Erzbischof Walram von Jülich (1332 – 1349) ließ das Hochschloss als Residenz bauen, sein Nachfolger Wilhelm von Gennep vollendete das Werk. Seit dem 16. Jahrhundert wird die Burg auch Schloss Lechenich genannt.

Spiegelung des 50 m hohen Wohnturms im Wasser des Burggrabens

Die Burg galt über Jahrhunderte als uneinnehmbar. Der 50 m hohe Hauptturm war für dauerhaftes Wohnen angelegt, er hat fünf Stockwerke, die Mauern sind unten 2,50 m dick, mit jedem Stockwerk nimmt die Stärke der Mauern ab.

Ihre beste Zeit erlebte die Lechenicher Anlage im 14. Jahrhundert. Sie gehörte zu den bevorzugten Aufenthaltsorten des Erzbischofs, wie zahlreiche Urkunden belegen. Auch im 15. Jahrhundert spielte es für die Landesherren eine wichtige Rolle, sie diente als Domizil für „hohe Gäste“. So wurden besondere Gäste, zum Beispiel König Sigismund oder Herzog Philipp der Gute von Burgund, hier beherbergt.

Wenn sich die Türme der Landesburg Lechenich im Wasser des Burggrabens spiegeln, kann man sie ohne Zweige und Äste davor sehen.

Heute befindet sich die Anlage im Privatbesitz des Prinzen und der Prinzessin Reuß. Die Burg ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Blick durch das halb geöffnete Tor in den Innenhof der Anlage

Die Anlage ist nicht mehr vollständig erhalten, verblieben sind Reste der Stadtmauer, auch die Burganlage ist lediglich in Teilen erhalten, aber auch auch in ihrem heutigen Erscheinungsbild ist die Landesburg Lechenich eine sehr beeindruckende Burganlage.

Spiegelung im Wasser

Der angrenzende gepflegte Schlosspark ist für jedermann zugänglich, er ist ein Ort zum Verweilen. Er wurde im 19. Jahrhundert vom damaligen Schlossbesitzer als Landschaftspark angelegt und wird gerne und viel zum Spazierengehen oder sonstigen Aktivitäten genutzt.

Der Park wurde anlässlich seines 100jährigen Geburtstages im Jahr 1998 von 4,2 Hektar auf insgesamt 7 Hektar erweitert.

Der Schlosspark ist zu jeder Zeit eine Oase der Ruhe und Erholung, egal zu welcher Jahreszeit. Besonders schön ist die Blattfärbung der Bäume und Sträucher im Herbst, wenn die Türme der Ruine hinter den bunten Blättern gerade noch erkennbar sind.

(s. auch unter https://seniorenumdiewelt.wordpress.com/2021/11/10/herbstwald-november-2021/)1

18 Kommentare zu „Landesburg Lechenich in Erftstadt

    1. Muchas gracias por tu amable comentario, querida Elvira. Me alegro de que te gusten las fotos. Me gustan también mucho los reflejos de los complejos del castillo en el agua del foso del castillo, así se los puede ver sin árboles y arbustos.
      Te deseo una linda semana, un abrazo, Marie

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  1. Man kann sich leicht vorstellen, dass hinter diesen Zinnen Ritter in Rüstungen und Damen in langen Gewändern und imposanten Kopfschmuck leben. Danke, dass du uns auf ein Abenteuer ins Mittelalter mitgenommen hast, Marie. Wünsche immer Liebe, Gesundheit und Glück. Deine Freundin Anna

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  2. Vielen Dank für Deinen netten Kommentar, liebe Anna. Ich freue mich, dass Dir der Ausflug ins Mittelalter gefallen hat. Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Menschen, die Dich umgeben, und vor allem Gesundheit, Deine Freundin Marie

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  3. Hermosa tradición e historia de este castillo histórico, Marie. Po medio de tu natarrativa y de tus imágenes, nos llevaste a ese lugar lleno de historia. Me encanta tu estilo. Tienes una forma muy agradable y especial de relatar las historias. Saludos con la amistad y la admiración de siempre, Marie.

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