Oman – Märchen aus 1001 Nacht (?)

Man fährt nur drei Stunden von Dubai City oder Abu Dhabi City aus in den Oman, und doch kommt es einem vor, als wäre man in einer anderen Welt. Das als „Weihrauchland“ bekannte Sultanat ist relativ wohlhabend, es verdankte seinen Reichtum den „Tränen der Götter“, dem Weihrauchharz. Seit 1967 exportiert der Oman auch Öl und Gas, aber man sieht keine überdemensionierten Prestigeobjekte. Das Land präsentiert sich als arabisches modernes Land, die aufgeschlossenen Menschen pflegen die Traditionen, aber sie sind auch zukunftsorientiert.

Die Landeshauptstadt Muskat oder Maskat liegt am Golf von Oman, der Name bedeutet so viel wie „Ankerplatz“. Tatsächlich bildet Muscat Bay die beinahe halbkreisförmige Felsenbucht, ein perfekter natürlicher Hafen, um den sich die Altstadt von Maskat gruppiert.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten im Oman ist die Große Sultan-Quabus Moschee.

I. Große Sultan-Qabus-Moschee

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die schöne Grand Mosque, die Große Sultan-Qabus-Moschee von Mascat. Sultan Qaboos stiftete die Moschee aus Anlass des 30. Jahrestages seiner Thronbesteigung. Sie gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Landes ist eine der weltweit größten Moscheen.

Grand Mosque

Man betritt die Moschee von Süden her durch einen hohen Bogen, auf dem auf der linken Seite auf arabisch geschrieben „Große Moschee“ und auf der anderen Seite Texte aus dem Koran zu lesen sind.

In der Sichtachse stehen zwei weitere hohe Bögen, die – zusammen mit den in der Pflasterung eingelassenen dunklen Marmorstreifen – perspektivisch auf das 91,5 m hohe Hauptminarett zulaufen. An den vier Ecken des Geländes erheben sich vier weitere Minarette mit jeweils 45 m Höhe. Neben dem Haupteingang existiert auch ein spezieller Eingang für Frauen, er ist allerdings nur während der Gebetszeiten geöffnet.

Die Große Moschee in Muscat ist die wichtigste Moschee des Oman, sie ist eine der größten Moscheen der Welt. Die Eröffnung erfolgte nach sechsjähriger Bauzeit im Jahr 2001. Die Moschee geht auf den Vater des modernen Oman, Sultan Qabus bin Said, zurück, dessen Namen sie auch trägt. Zum Gebäudekomplex der Moschee gehören fünf Minarette, die die fünf Säulen des Oman symbolisieren. Desweitern befindet sich unter anderem ein Informationszentrum auf dem Gelände.

Die Männergebetshalle ist riesig, sie bietet Platz für 6.500 Gläubige. Der 70 x 60 Meter große Gebetsteppich ist ein Meisterwerk iranischer Handwerkskunst, er wiegt 22 Tonnen, ist jedoch trotz seiner Größe sehr filigran gearbeitet.

Der Kristallleuchter in der Grand Mosque ist einer der größtern der Welt. Er ist mit vierzehn Metern so hoch wie ein vierstöckiges Wohnhaus, hat einen Radius von acht Metern und wiegt achteinhalb Tonnen. Der Kristlllüster trägt 1.122 Lampen, er ist reich mit Swarovski -Kristallen behängt.

Kristallleuchter in der Grand Mosque von Maskat, einer der größten der Welt

II. Königliches Opernhaus Muscat

Ein weiteres besonderes Gebäude in Muscat ist das Royal Opera House. Es ist auch ein Meisterwerk mit handgefertigten Dekoren, bei dem man nicht merkt, wie technisch hochwertig das Gebäude ist.

Königliches Opernhaus von Maskat

III. Al Alam Palast Muscat und Festungen

Das Herz von Muscat liegt um den Palast des Sultans Qasr Al Al Alam und die beiden portugiesischen Festungen Al Jilali und Al Mirani aus dem 16Jahrhundert herum. Sie sind nicht öffentlich zugänglich, aber man kann sie von außen bewundern.Die Residenz des Sultans ist der Al Alam Palast.

IV. Mutrah Corniche

Auf der Südseite der Bucht von Mutrah befindet sich die Mutrah Corniche. Es gibt dort eine zweispurige Straße, auf der immer reger Verkehr herrscht, und einen breiten Fußweg zwischen der Straße und dem Wasser.

Mutrah Corniche

V. Mutrah Souk

In den engen Gassen des Mutrah Souk findet man (fast) alles, was das Herz begehrt. Da sich normalerweise viele Leute dort aufhalten, kann es schnell recht warm werden.

In den Gassen des Mutrah Souk

IV. Fish Market

Lohnend ist auf jeden Fall auch der Besuch des Fish Market, der an die schöne Küsten- und Strandpromenade von Mutrah und Muscat grenzt. Dort hat sich die authentische Tradition erfolgreich bewahrt. Es gibt immer eine sehr große Auswahl an Sardinen, Thunfischen, Riesengarnelen und den landesweit beliebten Königsmakrelen, sie werden von den Fischern überschwänglich beworben.

Fischmarkt in Mutrah

Qabus bin Sa’id Al Sa’id war vom 23. Juli 1970 bis zu seinem Tod Sultan vom Oman, er war der am längsten regierende arabische Monarch. Er saß seit knapp 50 Jahren auf dem Thron des Sultanats im Osten der Arabischen Halbinsel. Am 23. Juli 1970 hatte er als in Großbritannien hoch (aus-)gebildeter Mann den Thron bestiegen, nachdem er seinen Vater in einem unblutigen Putsch abgesetzt hatte. Damit setzte er damals schon ein Zeichen für eine moderate Modernisierung, die auch sofort einsetzte. Die Regierung gründete Alphabetisierungszentren und machte erfolgreich die Schulbildung für Mädchen verpflichtend. Mädchen und Frauen machen von ihrer Chance auf Bildung inzwischen regen Gebrauch. An an der Universität von Muscat mussten sogar zeitweise Männerquoten für die Vergabe von Studienplätzen eingeführt werden. Zum Nachfolger wurde sein Cousin ernannt, der bisherige Kulturminister Haitham bin Tariq. Dieser kündigte nach seiner Vereidigung an, er wolle in der Außenpolitik den Kurs der Nichteinmischung fortsetzen.

20 Kommentare zu „Oman – Märchen aus 1001 Nacht (?)

  1. Der Oman ist wirklich ein Märchen aus 1001 Nacht. Und die Menschen sind so freundlich und hilfsbereit. Wir sind von Salalah mit dem Mietwagen bis nach Muscat gefahren. Es war eine tolle Erfahrung, dieses Land zwischen Tradition und Moderne kennenzulernen. Danke für die Erinnerung.

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    1. Es ist wirklich ein Gewinn, den Oman und mit seinen vielen verschiedenen Facetten zwischen Tradition und Moderne und den netten Menschen zu erleben. Es freut mich sehr, dass Ihr das alles selbst kennenlernen konntet.

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