„Eine Welt ohne Bücher wäre eine Welt ohne Erinnerung, ohne Wissen und ohne Fortschritt. Besonders historische Bibliotheken bergen wahre Schätze in sich. Nicht selten werden hier alte, längst verschwunden geglaubte Schriften entdeckt, die eine bis dahin dunkle Lücke in der Geschichte der Welt füllen. In den ältesten Bibliotheken der Erde können zudem Schriften und Sprachen verwahrt werden, die es heute in dieser Form gar nicht mehr gibt“. Eine dieser besonderen Bibliotheken ist die Biblioteca Pública Universitaria in Morelia, Michoacán.
Die Biblioteca Pública Universitaria liegt im historischen Zentrum von Morelia und ist wie die anderen historischen Gebäude aus dem für die Region charakteristischen rosa Stein gebaut. Das Gebäude grenzt an das Kolleg San Nicolás und das Kulturzentrum Clavijero und ist damit Teil einer Reihe von bedeutenden kulturellen und historischen Stätten im Historischen Zentrum (UNESCO-Welterbestätte).
Die Bibliothek ist in einer ehemaligen katholischen Kirche aus dem 17. Jahrhundert untergebracht, was zu seinem historischen und architektonischen Reiz beiträgt. Die einzigartige Lage der Bibliothek macht sie zu einem besonders interessanten Ziel für alle diejenigen, die sich für Geschichte, Architektur und Kultur interessieren.
Die öffentliche Bibliothek der Universität Michoacana beherbergt eine umfangreiche Sammlung alter Bücher, einige von ihnen stammen aus der Kolonialzeit Mexikos, die im sechzehnten Jahrhundert begann und im achtzehnten Jahrhundert endete. Diese Sammlung, die sich bis ins frühe 20. Jahrhundert erstreckt, bietet eine reichhaltige Ressource für alle, die sich intensiver mit historischen Texten und Literatur beschäftigen.
Der Innenraum der Bibliothek
Ursprünglich war das Gebäude der Templo de la Compañía de Jesús, mit dessen Bau 1582 begonnen wurde. Dank der engagierten Arbeit der Padres Juan Sánchez und Pedro Guiterez sowie großzügiger Spenden war es damals möglich, ein kleines Haus und eine Kirche zu bauen.
Der Bau des ehemaligen Convento de la Compañía de Jesús (Kloster der Gesellschaft Jesu) begann 1660 durch ein Dekret des Jesuitenbischofs Marcos Ramírez del Prado, dazu gehörte neben einer Kirche auch das Jesuitenkolleg. zusammen mit der Schule von San Franzisco Javier, dem heutigen Palacio Clavijero, eine der wichtigsten Hauptgruppen, die sich der Lehre dieser Zeit widmeten.
Die Umwandlung des ehemaligen Templo de la Compañía de Jesús in eine Bibliothek wurde 1930 auf Initiative des damaligen Gouverneurs von Michoacán, Lázaro Cárdenas, abgeschlossen. Cárdenas wurde vier Jahre später Präsident von Mexiko, mit erheblicher Unterstützung der Bevölkerung seiner Heimatstadt Michoacán, dank öffentlicher Arbeiten wie dieser Bibliothek.
In dieser Bibliothek gibt es eine Sammlung von Büchern zu aktuellen Themen, die von Studenten und der breiten Öffentlichkeit konsultiert werden.
In den frühen 1950er Jahren wurde die Bibliothek um weitere Kunstwerke in einer Reihe von Wandgemälden von drei US-amerikanischen Künstlern erweitert, darunter R. Hansen, Hollis Howard Holbrook und Sheldon C. Schöneberg sowie der mexikanische Künstler Antonio Silva Díaz.
(Fotos und Informationen: Santiago Galicia Rojón Serralonga, Morelia)










Grazie.
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„Eine Welt ohne Bücher wäre eine Welt ohne Erinnerung, ohne Wissen und ohne Fortschritt.“ Wie schön hast du das ausgedrückt! Ich liebe Bibliotheken. Sie sind Schatzkammern der gesammelten Weisheit und des Wissens der Menschheit. LG, A.
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Vielen Dank, liebe Anna, Deine Liebe zu Bibliotheken teile ich vollständig. Der Phantasie sind beim Anblick dieser Kunstwerke keine Grenzen gesetzt. LG, M.
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Es stimmt, Marie dass Bücher ein unverzichtbares Merkmal der Kultur sind, aber glauben das auch die jüngeren Generationen?
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Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass für zukünftige Generationen Bücher unverzichtbar sind. Das Internet hat für viele einen höheren Stellenwert.
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