Gletscher, die nicht schmelzen – Perito Moreno

Trotz Klimawandel und Erderwärmung gibt es sie noch, die Gletscher, die nicht schmelzen, sondern im Gegenteil immer noch wachsen. Einer von diesen wenigen Gletschern ist der Perito-Moreno-Gletscher, der zu den gewaltigsten Gletschern des Campo de Hielo Sur gehört, des größten Gletschergebietes der südamerikanischen Anden. Er befindet sich in Patagonien im Süden des amerikanischen Kontinents und ist eine der spektakulärsten Natur-Sehenswürdigkeiten. Jenseits der Pole bildet er den größten Gletscher im Inland und ist schon allein deshalb ein Ereignis der Superlative. 

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Argentinien: NP Los Glaciares in Patagonien

Argentinien, das „Land am anderen Ende der Welt“, wie der Papst es bei seiner Wahl 2013 ausdrückte, ist ein Land voller Kontraste, das alle Klimazonen abdeckt, von den ewigen Gletschern im Süden über die unendliche Weite der Pampa bis hin zu den Tropen. Die Mitte und den Norden Argentiniens habe ich bereits bei vorherigen Besuchen kennengelernt, einmal vor über 50 Jahren allein und später noch einmal zusammen mit meiner Tochter. Aber beide Male habe ich es nicht ermöglichen können, auch Patagonien und die Gletscherwelt des NP Los Glaciares zu sehen. Das wollte ich beim dritten Besuch des Landes nachholen, dieses Mal zusammen mit meinem Mann.

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Buenos Aires und der Tango

Der Tango, ein leidenschaftlicher und ausdrucksstarker Tanz, wird als authentische Kreation der Einwohner von Buenos Aires, der Portenos, angesehen. Er entstand vor mehr als 120 Jahren vermutlich im Hafenviertel La Boca am Flussufer des Riachuelo, der dort in den Rio de la Plata fließt; genau ist der Ursprung jedoch nicht bekannt. In den 1880er Jahren tanzten ihn die Einwanderer aus den Mittelmeerländern, aus Osteuropa und Westafrika in den „bordellos“ des typischen Hafenviertels im Südosten von Buenos Aires, der Capital Federal. In zahllosen kleinen Cafés und Tavernen spielten Dutzende von kleinen Tango-Ensembles mit Flöte, Geige und Gitarre zum Tanz auf. In den 60er Jahren nahm man Bandoneo und Piano als Musikinstrumente dazu. Es wurde meist von verlorener Liebe, Verrat, Betrug und Verlassenwerden mit herzzerreißenden, klagenden Melodien gesungen, manchmal tanzten und spielten die Tänzer und Musiker auch in Hallen oder auf Hinterhöfen.

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Buenos Aires, die Stadt von Papst Franziskus, „La Ciudad Del Papa Francisco“

Die Argentinier im allgemeinen, und vor allem die Portenos, wie die Einwohner von Buenos Aires genannt werden, lieben und verehren „ihren“ Papst und sind sehr stolz auf ihn. Als er am 13. März 2013 zum Papst gewählt wurde, läuteten im ganzen Land die Glocken, der „Papa“ (Papst) wurde gefeiert wie der Gewinn einer Fußball-WM, zumal der ehemalige Bischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergolio, bekennender Fußball-Fan ist. Er ist der erste Jesuit, der erste Nichteuropäer und dazu noch der erste Argentinier, der als Papst gewählt wurde.

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Cuzco während des Inti Raymi-Festes in Peru

Das Inti Raymi-Fest, das in Peru immer am Tag der Wintersonnenwende zu Ehren des Sonnengottes Inti (in Quechua bedeutet „inti“ Sonne und „raymi“ Fest) gefeiert wurde und außerdem den Beginn des neuen Jahres bedeutete, war für die indigene Bevölkerung das wichtigste Fest des ganzen Jahres. Jeder, der es irgendwie ermöglichen konnte, kam eigens für dieses Fest nach Cuzco, der Hauptstadt des alten Inka-Reiches. Einige nahmen Tagesreisen auf sich, um während des Inti Raymi-Festes, das während der Inka-Herrschaft neun Tage dauerte, die glorreiche Vergangenheit der Inka wieder aufleben zu lassen. Cuzco war während meines Aufenthaltes eine Stadt im Ausnahmezustand mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

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Machu Picchu 1963

Drei Tage und drei Nächte fuhr ich mit einem Überlandbus von Lima über Arequipa, den Titicaca-See und durch die Hochtäler der Anden (s. vorigen Bericht) nach  Cuzco, der alten Hauptstadt des Inka-Reiches.  Ich kam frühmorgens an und bemühte mich vergeblich, ein Zimmer für einige Nächte zu bekommen. Cuzco war wegen der am nächsten Tag stattfindenden Feiern anlässlich des Inti Raymi-Festes bereits überfüllt, und es gab keine freien Betten mehr. Das Inti Raymi-Fest war eine religiöse Zeremonie der Inka zu Ehren des Sonnengottes (in der Quechua-Sprache bedeutet „inti“ Sonne und „raymi“ Fest), die jedes Jahr durchgeführt wurde. Die Sonne hatte eine große Bedeutung für die Inka.

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Durch die Hochtäler der Anden in Peru

Von Guayaquil/Ecuador kommend war mein nächstes Ziel Peru. Um in Lima landen zu können, musste das Flugzeug zuerst eine dichte Wolkendecke durchdringen, die fast während des ganzen Winters über der Küste lag und keinen Sonnenstrahl durchließ. Es war Garua-Zeit, Zeit des Küstennebels, und es war – jedenfalls vor über 50 Jahren – sehr selten, dass man im Winter ein Stückchen blauen Himmel sah. Wenn man nur 30 km landeinwärts fuhr, hörte die Dunstschicht auf. Daher nahmen viele Leute, die damals in Lima beschäftigt waren, gerne den weiteren Fahrweg auf sich und bauten oder mieteten sich ein Haus in den Bergen. „Durch die Hochtäler der Anden in Peru“ weiterlesen

Ecuador, Quito, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt

Auf der Rundreise durch Lateinamerika hielt ich mich in Mittelamerika nur kurz auf und hatte erst wieder in Ecuador einen längeren Aufenthalt. Zunächst flog ich nach Guayaquil, der tropischen Hafenstadt des Landes. In Mexiko hatte ich mich sicher gefühlt und konnte überall allein hingehen, doch dieses Mal stieg ich mit gemischten Gefühlen aus dem Flugzeug aus. Man hatte mich davor gewarnt, mich besonders außerhalb des Zentrums aufzuhalten, und ich sollte überhaupt vorsichtig sein, da man leicht überfallen werden könnte und mir niemand helfen würde. Die Leute waren Überfälle gewohnt und würden daher einfach wegsehen. Die Sorge war jedoch unbegründet, ich war vorsichtig, das heißt ich ging nicht abends allein aus oder in dunkle Gassen und hatte auch sonst keine Probleme. Ich habe die Tage in Guayaquil schon allein wegen der freundlichen und meist fröhlichen Menschen genossen.

Schon auf dem Hinflug Anfang Juni 1963 von Buenos Aires nach Mexiko machte das Flugzeug einen Zwischenstopp in Guayaquil, und als ich um 23 Uhr das Flugzeug verließ, nahm mir damals die feuchte, heiße Luft fast den Atem; ich kam aus dem winterlich wesentlich kühleren Buenos Aires. Daher war ich nicht überrascht, dass es auch dieses Mal sehr heiß war und dass eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte.

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