Väter und Kinder in Asien

Noch vor 50 Jahren war es eher selten, dass man in der Öffentlichkeit Väter sah, die ihre Kinder auf dem Arm hielten oder mit ihnen spielten. Inzwischen hat sich das glücklicherweise geändert, und man sieht häufig, dass sich Väter genauso fürsorglich und liebevoll um ihre Sprösslinge kümmern wie die Mütter.

Um die Bedeutung der Väter für die Entwicklung herauszustellen, gibt es in vielen Ländern der Welt  einen besonderen Tag, den „Vatertag“. Er wird in den Ländern an einem unterschiedichen Tag und in verschiedener Weise begangen. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde „Father´s Day“ zum ersten Mal am 3. Sonntag im Juni 1910 auf Initiative einer Halbwaise begangen. Durch Präsident Richard Nixon wurde dann in den Siebziger Jahren ein Gesetz erlassen, welches den Vatertag dort offiziell zum Feiertag erhob.

In der Volksrepublik China sowie einigen anderen Ländern wird der Vatertag am dritten Sonntag im Juni gefeiert. Es ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber an diesem Tag stehen die Väter im Vordergrund.

Peking / China, Bildnachweis: Vanessa Schade – The Travelling Colognian

In einem kleinen Dorf im Inselinneren von Lombok sah mich der kleine Junge erstaunt, fast etwas ängstlich, an. Wahrscheinlich verirrten sich nicht viele westliche Reisende in diese Gegend, so dass ihm mein Aussehen fremd erschien. Sein Vater amüsierte sich darüber, für ihn waren Touristen nichts Ungewohntes.

Insel Lombok / Indonesien

Im sicheren Arm des Vaters im selben Dorf sah das kleine Mädchen weniger ängstlich aus als der Junge.

Inseln Lombok / Indonesien

Als wir durch das Landesinnere von Bali fuhren, erlebten wir eines der vielen Inselfeste und sahen das kleine Mädchen mit ihrem Vater. Obwohl es sehr heiß war, trug das Kind eine dicke Wollmütze, die ihm über die Ohren gerutscht war.

Bei einem Dorffest im Inneren von Bali

Im Souterrain eines Nobelhotels in Singapur waren Vater und Sohn auf einem Sofa eingeschlafen. Die Mutter kam wenig später und sagte uns, dass sie beim Shopping die Zeit vergessen hätte, aber ihr Mann und ihr Kind wären ja auf dem Sofa gut aufgehoben und hätten die Zeit sinnvoll genutzt.

Singapur

Im dichten Verkehrsgewühl von Ho-Chi-Minh-City sahen wir häufig Familien von bis zu vier Personen auf einem Moped oder Motorrad, so auch auf diesem Fahrzeug. Das Mädchen freute sich über die gute Aussicht vom Platz vor dem Vater, wegen der Abgase trug es wie viele andere viele Kinder eine Schutzmaske. Das zweite Kind sowie die Mutter saßen hinter dem Vater.

Während unseres zweiten Besuchs in Ho-Chi-MInh-City wurde gerade der Nationalfeiertag begangen. Vor allem die Kinder waren festlich gekleidet. Der kleine Junge saß auf den Schultern seines Vaters und hielt sich energisch an dessen Haaren fest. Noch ist dem Vater zum Lachen zumute; das könnte sich aber ändern, wenn der Junge älter wird.

Ho-Chi-Minh-City / Vietnam

Von seinem Platz auf der Schulter des Vaters konnte das kleine Mädchen gut das Festtagsgeschehen in Hanoi überblicken. Der Vater sah allerdings so aus, als ob er eine schwere Last tragen würde, obwohl das Kind eher ein Leichtgewicht war.

Hanoi / Vietnam

Im dichten Feiertagsgedränge vor dem Literaturtempel in Hanoi hielt dieser Vater den Hut schützend vor seine kleine schlafende Tochter.

Vor dem Literaturtempel in Hanoi /  Vietnam

Als Kind kann man gut lachen, wenn man so dicht und sicher an den Vater gelehnt ist.

Sapa / Vietnam, Bildnaweis: Vanessa Schade –The Travelling Colognian

Besonders am frühen Vormittag gab es kaum Touristen auf dem Gelände der Shwedagon-Pagode in Yangon. Da gerade Sonntag war und die meisten Eltern nicht arbeiteten, kamen viele Einheimische mit ihren Kindern schon sehr früh und genossen die entspannte Atmosphäre.

Shwedagon-Pagode in Yangon / Myanmar

Shwedagon-Pagode in Yangon / Myanmar

Vor dem Stupa von Swayambhunath in Kathmandu wartete der Vater mit dem kleinen Mädchen auf die Mutter, die das buddhistische Heiligtum im Uhrzeigersinn umrundete.

Swayambhunath, Kathmandu / Nepal

Liebevoll betrachtete der Vater (Großvater?) den kleinen Jungen, der offensichtlich nicht gewohnt war, dass sich Fremde für ihn interessierten. Deshalb sah er erst einmal etwas skeptisch aus.

Hangzhou / China

In Lijiang, Yunnan, sah der kleine Junge interessiert seinem Vater beim Herstellen von Silberschmuck zu.

Lijiang, Yunnan / China

Der Vater kümmerte sich in Lijiang liebevoll um den kleinen Sohn, während die Mutter ihrer Arbeit nachging. Sie bestickte die für Yunnan typischen traditionellen Westen, Schürzen und anderes.

Lijiang, Yunnan / China

Nur noch der Kopf ist bei diesem kleinen Jungen in Chengdu zu sehen. Im Beutel auf dem Rücken des Vaters ist er im Gedränge eines Marktes in Chengdu gut geschützt und kann trotzdem alles beobachten, was um ihn herum vorgeht. 

Chengdu / China

Glücklich können sich die Kinder auf der ganzen Welt schätzen, die einen Vater haben, der für sie Zeit hat und der immer für sie da ist, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten.

4 Kommentare zu „Väter und Kinder in Asien

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